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ZEW und US-Bilanzen im Fokus · 17.07.2017 17:30 Uhr

Dax verteidigt 13.000 - Dow knackt 23.000

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Ein günstiger Euro, gestiegener ZEW Index und gute US Bilanzen machen den Dax Anlegern im Tagesverlauf Laune. Nach schwachem Start dreht der Leitindex auf und kämpft sich zurück über 13.000 Punkte. Der Dow knackt erstmalig die 23.000.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:42min, 17. Oktober 2017, 17:01 Uhr
-Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten-
Ermutigende Quartalsbilanzen haben die Wall Street am Dienstag gestützt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg zur Eröffnung um 0,2 Prozent und knackte sogar die 23.000 Punkte - den siebten Tag in Folge ein Rekordhoch.
Dank einer Prognose-Anhebung stiegen die Aktien von Johnson & Johnsonum 1,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 138,50 Dollar.
Die US-Bank Morgan Stanley steigerte den Gewinn überraschend stark - Die Aktien gewannen daraufhin 2,8 Prozent und waren mit 50,32 Dollar so teuer wie zuletzt vor neuneinhalb Jahren.
Netflix-Anleger machten dagegen Kasse, obwohl die Online-Videothek mehr Zuschauer gewann als erwartet.

Netflix punktet mit Eigenproduktionen

Netflix hat insbesondere dank Eigenproduktionen wie "Narcos" mehr Zuschauer gewonnen als von Experten erwartet. Für das dritte Quartal gab der Streamingdienst einen Anstieg der weltweiten Kundenzahl um 6,3 Millionen bekannt. Analysten hatten 6,25 Millionen vorhergesagt. Außerhalb des Heimatmarkts gewann der US-Konzern 4,45 Millionen Zuschauer statt der erwarteten 3,69 Millionen.

Wettbieten um Alitalia

Neben der Lufthansa ist auch der Billigflieger Easyjet an Teilen der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft interessiert. Man habe eine entsprechende Interessenserklärung eingereicht, teilte der britische Konzern mit.Damit haben sieben Bieter Offerten abgegeben. Ein spezielles Gremium beginnt nun damit, die Gebote zu bewerten.

Luxusgüterkonzern Richemont erwartet mehr Gewinn im Halbjahr

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat im ersten Halbjahr (per 30. September) mehr hochpreisige Produkte verkauft. Der Umsatz steigt um zwölf Prozent, das Betriebsergebnis um rund 45 Prozent. Unter dem Strich dürfte sogar ein Plus von 80 Prozent verbleiben. Umsatzmotor war vor allem das Schmuckgeschäft.

US Banken im Fokus

Als eine von wenigen US-Großbanken hat Goldman Sachs im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Wegen des schwachen Anleihehandels und höherer Steuern sank der Nettogewinn um drei Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar, wie die Investmentbank am Dienstag mitteilte. Die Erträge stiegen hingegen um zwei Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen noch stärkeren Gewinnrückgang erwartet.
Ein starkes Beratungsgeschäft und eine florierende Vermögensverwaltung haben der US-Großbank Morgan Stanley über den schwachen Anleihehandel hinweg geholfen. Im dritten Quartal stieg der Gewinn um elf Prozent auf 1,69 Milliarden Dollar, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Die Erträge legten um drei Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar zu.
Erstellt/Veröffentlicht am 17.10.2017 um 08:30
Aktualisiert um 17:30