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Geschäft mit der Cloud wächst · 18.10.2017 09:30 Uhr

IBM schrumpft und erfreut trotzdem

IBM-Logo
Quelle: nattul/Shutterstock
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Der Schrumpfkurs bei IBM geht in die nächste Runde – schwächt sich allerdings ab. Das Geschäft mit der Cloud entwickelt sich zudem immer besser. Der eingeschlagene Weg scheint zu stimmen, was von den Aktionären honoriert wird.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Der Umsatz bei IBM ging, wie schon in den 21 Quartalen zuvor, auch in den vergangenen drei Monaten weiter zurück. Insofern konnte dieser Umsatzschwund auch diesmal nicht wirklich überraschen. Zudem fiel der Umsatzrückgang mit 0,4 Prozent (19,15 Milliarden US-Dollar) durchaus moderat aus und lag immer noch über den Erwartungen von Analysten.
Schon etwas überraschender war das leicht verbesserte (bereinigte) Gewinnergebnis. Analysten rechneten vor Präsentation der Zahlen mit einem Gewinn pro Aktie von 3,28 US-Dollar. Tatsächlich lag der Gewinn pro Aktie jedoch bei 3,30 US-Dollar und somit ebenfalls über den Prognosen. Unter dem Strich verdiente IBM in den vergangenen drei Monaten 2,73 Milliarden US-Dollar und somit 4,2 Prozent weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum.

Cloud-Geschäft boomt

Vor allem das Geschäft mit Cloud-Computing, Cybersicherheit und Datenanalyse entwickelte sich wieder richtig gut. In diesem Bereich konnte der Umsatz sogar um elf Prozent auf nun 8,8 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Das ist insofern beachtlich, als dass sich IBM genau in diesem Geschäftsbereich starker Konkurrenz ausgesetzt sieht. Denn vor allem im Cloud-Computing-Geschäft mischen auch nicht ganz irrelevante Konzerne wie Oracle, SAP oder auch Amazon mit.
Vor diesem Hintergrund wird auch der Rückgang des Gesamtumsatzes relativiert. Das Geschäft mit der Cloud scheint weitaus margenträchtiger als das „traditionelle“ Geschäftsfeld von IBM.

Aktionäre honorieren das Zahlenwerk

Die Aktionäre honorierten bereits nach Börsenschluss die vorgelegten Zahlen von IBM und die Anteilsscheine des Tech-Pioniers legten in der Spitze um gut fünf Prozent zu. Alles in allem bleibt festzuhalten, dass sich IBM noch immer in einem strukturellen Wandel befindet, der bis dato noch nicht gänzlich abgeschlossen scheint. Doch der eingeschlagene Weg – weg von klassischen Software-Anwendungen, und hin zu neuen Wachstumsquellen wie beispielsweise dem Cloud-Computing – scheint derzeit genau der richtige zu sein.
Allerdings, und das sehen offenbar auch Analysten so, ist IBM noch lange nicht am Ziel. Doch die eingeschlagene Richtung scheint zu stimmen.
 
Erstellt am 18.10.2017 um 09:20 Uhr
Veröffentlicht am 18.10.2017 um 09:30 Uhr