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DAX-Konzern hält an Prognose fest · 24.10.2017 08:45 Uhr

BASF steigert Gewinn und Umsatz

Chemiewerk
Quelle: Thorsten Frisch/Shutterstock
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Das kann sich sehen lassen! Der Chemiekonzern BASF konnte im abgelaufenen Quartal Umsatz und operativen Gewinn deutlich steigern. Dennoch bleibt die Jahresprognose etwas überraschend unangetastet.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:09min, 24. Oktober 2017, 09:56 Uhr
-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Vor allem die Nachfrage nach Basis-Chemikalien verhalf BASF zu einem starken dritten Quartal. Wie der DAX-Konzern aus Ludwigshafen mitteilte, konnte der operative Gewinn in den vergangenen drei Monaten um 16 Prozent auf nun 1,76 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Umsatz kletterte immerhin um neun Prozent auf nun 15,3 Milliarden Euro. Die deutlichste Steigerung schaffte BASF jedoch beim Nettogewinn. Mit 1,3 Milliarden Euro liegt dieser mittlerweile 50 Prozent über dem Vorjahresvergleichszeitraum und lag somit deutlich über den Erwartungen von Analysten.

Basischemie-Geschäft floriert

BASF profitierte vor allem von steigenden Preisen sowie einer steigenden Nachfrage im Segment „Chemicals“. Angesichts des rasanten Wachstums gibt man sich selbst bei BASF etwas überrascht. So heißt es in der Pressemitteilung: „Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Segments Chemicals im dritten Quartal 2017 übertraf unsere Erwartungen. Für das zweite Halbjahr 2017 rechnen wir jetzt mit einem EBIT vor Sondereinflüssen der BASF-Gruppe deutlich über dem Niveau des zweiten Halbjahres 2016.“ Ein „deutlicher“ Anstieg des EBITs wird von Analysten in der Regel dahingehend interpretiert, dass mit einem Wachstum von mindestens elf Prozent zu rechnen ist. Insofern überrascht es ein wenig, dass der Chemiekonzern an seiner – von Analysten als extrem konservativ eingeschätzten – Jahresprognose festhalten möchte.

BASF-Aktie unter "strenger" Beobachtung von Analysten

Die BASF-Aktie gehörte im Oktober zu den meistbeachteten Werten von Analystenseite. Allein in den vergangenen drei Wochen gab es 16 frische Kommentare. Dabei ergibt sich ein durchaus gemischtes Bild, wenngleich es nur eine Verkaufsempfehlung gibt. Diese kommt von Bernstein Research. Analyst Max Warburton schreibt, dass vor allem die abnehmende Bedeutung von Dieselfahrzeugen zu einer kurzfristigen Belastung für den DAX-Konzern werden könnte. Entsprechend hält er an seiner Einstufung „Underperform“ fest und bestätigt das Kursziel von 69 Euro. Ansonsten gab es im Oktober sechs Empfehlungen die Aktie zu halten und immerhin neun Kaufempfehlungen. Das ambitionierteste Kursziel von 104 Euro kommt dabei von Kepler Cheuvreux. Noch vor den heute vorgestellten Zahlen ging Analyst Christian Faitz davon aus, dass die Ludwigshafener im abgelaufenen Quartal gut abgeschnitten haben dürften. Offensichtlich lag er damit nicht wirklich falsch.
 
Erstellt am 24.10.2017 um 08:35 Uhr
Veröffentlicht am 24.10.2017 um 08:45 Uhr