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Lufthansa auf Rekordkurs · 25.07.2017 16:30 Uhr

Anleger im Bann der Bilanzsaison – Dax tritt auf der Stelle

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Matahari_Fleckl / shutterstock.com
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Die Anleger widmen sich weiter der Flut von Firmenbilanzen. Wegen der EZB-Ratssitzung (morgen) halten sie sich ansonsten bedeckt. Der Dax pendelt um 13.000 Punkte. Schon am Dienstag hatte er auf der Stelle getreten.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:05min, 25. Oktober 2017, 16:34 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten agr/bstv/25.10.2017/08:15/16:30
Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich zu Beginn des vierten Quartals überraschend deutlich aufgehellt. Der Geschäftsklima-Index stieg im Oktober auf 116,7 Zähler von 115,3 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Es ist der erste Anstieg nach zwei Rückgängen.
Durchwachsene Firmenbilanzen bremsen die Wall Street aus. Die Leitindizes kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Der Markt wartet auf frische Impulse - sei es durch Geschäftszahlen oder eine Steuerreform.
US-Präsident Donald Trump plant umfangreiche Steuersenkungen zur Ankurbelung der Konjunktur. Fraglich ist allerdings, ob und wann er die Pläne durch den Kongress bekommt.
 

Lufthansa weiter auf Rekordkurs

Die Lufthansa hat nach dem Sommer-Quartal das dritte Rekordjahr fest im Blick. Das bereinigte Konzernergebnis stieg von Juli bis September um rund ein Drittel auf 1,52 Milliarden Euro. Die größte deutsche Airline bekräftige ihre Ziele für das Gesamtjahr und verbuchte nach neun Monaten das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Analysten hatten im dritten Quartal ein bereinigtes Ebit von 1,5 Milliarden Euro prognostiziert.

Telefonica Deutschland steigert Gewinn, aber...

Telefonica Deutschland hat im dritten Quartal den operativen Gewinn gesteigert, obwohl der Umsatz zurückgegangen ist. Telefonica Deutschland schnitt damit leicht besser ab als Experten erwartet hatten.
Auf das Gesamtjahr blickt der Vorstand indes nicht mehr ganz so optimistisch: Seine Prognose für den operativen Gewinn grenzte er ein.
Anleger sollen für 2017 eine Dividende von 0,26 Euro erhalten. Einen Cent mehr als im vergangenen Jahr.

Ceconomy dank Online-Handel mit Umsatzplus

Ceconomy hat mit den Töchtern Media Markt und Saturn im Geschäftsjahr 2016/17 den Umsatz in die Höhe geschraubt. Grund ist ein florierendes Online Geschäft. Das aus dem alten Metro-Konzern hervorgegangene Unternehmen sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Umsatz steigt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 um 1,3 Prozent auf 22,2 Milliarden Euro. Der Online-Umsatz klettert um 23 Prozent in die Höhe du macht nun rund elf Prozent des Gesamtumsatzes aus.

KlöCo mit Einbußen im Quartal - Prognose bestätigt

Der Stahlhändler Klöckner & Co verzeichnet im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpft um ein Drittel auf 47 Millionen Euro. Analysten hatten mit Schlimmerem gerechnet. Der Rückgang kommt nicht überraschend: KlöCo hatte wegen eines "zuletzt weniger günstigen Preisumfelds" für das dritte Quartal Einbußen angekündigt. Trotzdem soll auf Jahressicht eine Steigerung um zehn Prozent möglich sein.
AMD schreibt schwarze Zahlen
AMD hat im dritten Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Grund ist ein starkes Geschäft mit Grafik-Chips für Spielekonsolen. Unter dem Strich steht ein Plus von 71 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte AMD noch einen Verlust von 406 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz klettert um 26 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Die Prozessoren von AMD werden in den Spielekonsolen von Microsoft und Sony verbaut. Allerdings prognostiziert AMD für das vierte Quartal einen Umsatzrückgang von rund 15 Prozent. An der Börse kam der Ausblick nicht gut an: Die AMD-Aktie brach nachbörslich um elf Prozent ein.
Starke Chip-Nachfrage treibt Gewinn von Texas Instruments
Die zunehmende Vernetzung von Autos und in der Industrie beflügelt die Geschäfte des US-Chipkonzerns Texas Instruments. Der Überschuss schnellte im dritten Quartal um 26 Prozent auf 1,29 Milliarden Dollar in die Höhe. Der Netto-Umsatz erhöhte sich um zwölf Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar.
Texas Instruments gilt als Branchenbarometer, weil der Konzern Chips für eine Vielzahl von Produkten herstellt, etwa für Haushaltsgeräte, Fahrzeugsteuerungen, Unterhaltungselektronik und Industrieerzeugnisse.