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Jahresprognose bestätigt · 25.10.2017 16:00 Uhr

Coca-Cola auf Gewinnkurs

Colaflasche
Quelle: Fotoatelie / Shutterstock
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Der Getränkekonzern Coca-Cola konnte im dritten Quartal trotz rückläufiger Einnahmen eine Gewinnsteigerung verzeichnen und die Jahresprognose bestätigen. Das Ergebnis ist insbesondere auf einen Konzernumbau zurückzuführen.

- verfasst von Vanessa Helpert, Börse Stuttgart News Redaktion -
Der Umsatz von Coca-Cola ging von Juli bis September um 15 Prozent auf 9,08 Milliarden US-Dollar zurück. Auf die Einnahmen drückte vor allem der Verkauf von Abfüllaktivitäten. Die organischen Erträge konnten dennoch dank höherer Preise und eines besseren Produktmixes um 4 Prozent gesteigert werden. Insgesamt kletterte der Nettogewinn um 38 Prozent auf 1,45 Milliarden US-Dollar und die operative Marge um 200 Basispunkte.

Prognosen leicht übertroffen

Je Aktie verdiente Coca-Cola mit 0,33 Dollar satte 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt lag das Ergebnis bei 0,50 Dollar je Anteil und damit knapp über der Konsensschätzung der Analysten von 0,49 Dollar. Auch hinsichtlich des Umsatzes wurde die Erwartung der Marktbeobachter übertroffen, diese hatten nur mit 8,73 Milliarden Dollar gerechnet.
Im Gesamtjahr 2017 erwartet der Softdrink-Produzent weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von gut 3 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll in etwa auf dem Vorjahresniveau verharren, zumindest jedoch nicht mehr als 2 Prozent sinken.
Nachdem sich die Aktie diese Woche zunächst auf Talfahrt begab, konnte sie nach Bekanntmachung der Zahlen um 0,5 Prozent zulegen.

Umsatzplus durch Umstrukturierungen und Innovationen?

Das Unternehmen aus Atlanta konzentriert sich seit geraumer Zeit verstärkt auf das profitablere Geschäft mit Konzentrat und trennt sich von Abfüll-Firmen, was Kosten sparen soll. Die Reorganisation des US-Geschäfts soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Der Pepsi-Konkurrent arbeitet aktuell auch an innovativeren Lösungen für seine Softdrinks. Eine neue zuckerfreie Rezeptur wurde bereits in den USA auf den Markt gebracht und innerhalb des ersten Quartals 2018 in weiteren Kernmärkten weltweit vorgestellt werden. Darüber hinaus strebt Coca-Cola Portfolio-Erweiterungen außerhalb des Softdrink-Marktes an. Erst kürzlich hat das Unternehmen mit Topo Chico eine US-Premiummarke für Mineralwasser erworben.

Führungswechsel zum Januar

Eine Neuerung gibt es auch in der Führungsebene: Zu Beginn der Woche wurde bekanntgeben, dass sich Alexander Douglas Jr. nach 30 Jahren als Präsident von Coca-Cola North America (CCNA) zur Ruhe setzt. Sein Nachfolger wird ab Januar 2018 James L. Dinkins sein, der zuvor den Geschäftsbereich Minute Maid führte und als Verkaufsleiter für CCNA tätig war.
 
- verfasst am 25.10.2017 um 15:15 Uhr -
- veröffentlicht am 25.10.2017 um 16:00 Uhr -