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EZB - kappt Anleihen Kaufprogramm · 26.07.2017 17:30 Uhr

Kurswechsel bei der EZB – Dax dreht auf Rekordhoch

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Bis zur EZB-Sitzung hielten sich Anleger bedeckt. Der Dax klettert nur leicht. Die EZB verändert die Zinsen nicht, fährt aber das Anleihenkaufprogramm drastisch nach unten. Der Dax klettert daraufhin auf ein Rekordhoch.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:23min, 26. Oktober 2017, 10:04 Uhr
Kurswechsel bei der EZB. Die Notenbank drosselt ihre vor allem in Deutschland umstrittenen Transaktionen ab nächstem Jahr deutlich. Das Programm wird zwar bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen aber zugleich ab Januar auf 30 Milliarden Euro halbiert. Dadurch erhöht sich das Gesamtvolumen um 270 Milliarden auf 2,55 Billionen Euro.
Der Kurswechsel in der Geldpolitik versetzt Börsianer in Feierlaune. Der Dax kletterte am Donnerstag auf dem Rücken eines fallenden Euros auf ein Rekordhoch von 13.131 Punkte. Das entsprach einem Kursplus von 1,4 Prozent. Der Euro beschleunigte seine Talfahrt, er fiel um ein Prozent auf unter 1,17 Dollar.
Anleger spekulieren Händlern zufolge darauf, dass die Geldflut trotz der angekündigten Drosselung der Anleihekäufe noch lange bestehen bleibt.

Deutsche Bank in QIII überraschend gut

Die Deutsche Bank hat im Sommer deutlich mehr verdient. Und das, obwohl Investmentbanking und eines Handelsgeschäft eher mau waren. Das Vorsteuerergebnis steigt im dritten Quartal um 51 Prozent auf 933 Millionen Euro und liegt deutlich über der Erwartung. Unterm Strich bleiben 649 Millionen Euro - mehr als doppelt so viel wie im dritten Quartal des Vorjahres.

Beiersdorf Erlöse sprudeln

Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hebt die Umsatzprognose an von drei auf fünf Prozent. Die Prognose für die operative Rendite bekräftigte der Vorstand bei über 15 Prozent. Den Umsatz der Kosmetiksparte steigerte Beiersdorf in den ersten neun Monaten organisch um 3,9 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Dabei legten die Erlöse besonders stark zu in Ostereuropa, Südamerika und der Afrika, Asien und Australien.

Wirbelstürme verblasen Gewinn der Münchener Rück

 Die Serie von Wirbelstürmen in den USA und der Karibik fegt in diesem Jahr fast den ganzen Gewinn der Münchener Rück weg. Nach vorläufigen Schätzungen muss der weltgrößte Rückversicherer 2,7 Milliarden Euro für "Harvey", "Irma" und "Maria" zahlen. Im Gesamtjahr werde es daher nur zu einem kleinen Gewinn reichen - von Juli bis September stehe sogar ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro zu Buche. An der Kapitaldecke der Münchener Rück kratzen die Verluste aber nicht

Bayer nach enttäuschendem Zwischenbericht auf Talfahrt

Bayer hat die Anleger mit seinem Zwischenbericht enttäuscht. Die Aktien fielen um 3,5 Prozent auf 110,45 Euro und hielten im Dax damit die rote Laterne. In der Pharmasparte und im Consumer-Bereich seien die Umsatz-Prognosen verfehlt worden, schrieben die Analysten von Jefferies. Bayer-Chef Werner Baumann hatte eingeräumt, das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten habe sich schlecht entwickelt. Die Analysten von Baader Helvea hielten den Bericht für insgesamt durchwachsen und verwiesen ebenfalls darauf, dass in allen Sparten die Umsätze geringer als erwartet ausgefallen seien.