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Pharmakonzern erzielt Rekordumsatz · 09. März 2017

Merck: Starke Zahlen, verhaltener Ausblick

Nachdem gestern bereits adidas und die Deutsche Post eine Dividenden-Erhöhung in Aussicht gestellt haben, zieht Merck heute nach. Möglich wird dies durch deutliche Gewinn- und Umsatzsteigerungen.

Merck hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordumsatz abgeschlossen und konnte zudem auch die Gewinne deutlich steigern. In Summe stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf 15 Milliarden Euro, das EBIT konnte um 34,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro angehoben werden. Vor allem der Bereich Life Science wuchs im vergangenen Jahr organisch weiter kräftig um 6,3 Prozent, und somit, laut Merck, deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass im Bereich Life Science akquisitionsbedingte Steigerungen in Höhe von 63,1 % aus dem Zukauf von Sigma-Aldrich zum Umsatzwachstum beitrugen. Nur leicht geringere Zuwachsraten erzielte Merck im Bereich Healthcare. Hier steigen die Umsatzerlöse um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Von den starken Zahlen profitieren nun auch die Aktionäre: So soll die Dividende in diesem Jahr um 15 Cent auf 1,20 Euro angehoben werden.
 

Ausblick ist eher verhalten

Für 2017 erwartet der Darmstädter Pharmakonzern nach eigener Aussage ein „leichtes bis organisches Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr“ und nimmt somit etwas die Euphorie aus den heute vorgelegten Zahlen. So bleiben auch die Anleger erstmal auf dem Boden und schicken die Merck-Aktie im frühen Handel mit gut 1 Prozent ins Minus.
 

Merck-Aktie mit Potenzial

Der Ausblick ist zwar verhalten, doch dies scheint einige Analysten derzeit nicht weiter zu stören. So haben erst vor wenigen Tagen Analysten der Citigroup und von BNP Paribas ihre Einstufung „Buy“ für die Merck-Aktie bestätigt. Die Kursziele liegen dabei zwischen 114 und 116 Euro. Zumindest beim Blick auf die Jahresperformance dürfte doch bei einigen Anlegern Freude aufkommen. Denn auf Jahressicht konnte die Merck-Aktie um etwas mehr als 30 Prozent zulegen. Vor diesem Hintergrund scheint ein leichter Rücksetzer durchaus noch verkraftbar.