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Übernahme in der Techbranche · 06.08.2017 17:30 Uhr

kleine Ruhepause nach dem Gipfelsturm

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g-stockstudio / Shutterstock.com
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Nach dem Gipfelsturm vergangene Woche gönnen sich Anleger erst einmal eine Ruhepause. Der Dax tritt auf der Stelle. Die Tech-Welt wird durch eine Mega Übernahme aufgewirbelt.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:11min, 06. November 2017, 10:05 Uhr
Der Reigen der Firmenbilanzen läuft zu Wochenbeginn langsam an. Das Karrierenetz Xing hat dank eines Zustroms an neuen Mitgliedern seinen Umsatz in den ersten neun Monaten um 24 Prozent auf 134,5 Millionen Euro gesteigert. Das Vorsteuerergebnis (Ebitda) legte um 22 Prozent auf 43,7 Millionen Euro zu. Seit Jahresbeginn meldeten sich 1,5 Millionen neue Mitglieder bei dem deutschen LinkedIn-Konkurrenten an. Im laufenden Quartal knackte Xing die 13-Millionen-Marke.
Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer ist zuversichtlich, was die Aussichten für die Aktienmärkte insgesamt angeht: „Die sehr gut laufende Berichtssaison gerade in den USA scheinen einige Marktteilnehmer in Dividendentitel zu zwingen, welche bisher nicht ausreichend investiert waren. Dieser Effekt könnte sowohl europäischen als auch amerikanischen Titeln zu weiteren Kursgewinnen verhelfen“.
Die US-Börsen sind kaum verändert in die neue Woche gestartet. Im Blickpunkt stand das Vorhaben der größten Übernahme aller Zeiten in der Technologiebranche. Um einen neuen Chip-Giganten zu schmieden, hat Broadcom dem Rivalen Qualcomm eine 130 Milliarden Dollar schwere Offerte unterbreitet.
Der Dow-Jones- startet leicht über seinem Schlusskurs vom Freitag.
Broadcom-Aktien zogen im Zuge der Übernahmepläne um 2,5 Prozent an. Qualcomm-Papiere verteuerten sich um 4,5 Prozent. Letztere hatten schon am Freitag deutlich zugelegt, als Insider von entsprechenden Übernahme-Plänen berichtet hatten.

Sprint/T-Mobile US: kein Anschluss unter dieser Nummer

Die angedachte milliardenschwere Mobilfunk-Fusion von T-mobile US mit dem Rivalen Sprint ist vom Tisch. Es sei keine Einigung über die Rahmenbedingungen für einen solchen Zusammenschluss erzielt worden, teilten beide Unternehmen mit. Deswegen seien die Gespräche jetzt beendet.
Der neue Konzern hätte 130 Millionen Kunden und einen Umsatz von geschätzt mehr als 70 Milliarden Dollar gehabt. Schon 2014 hatte es einen Anlauf für eine solche Fusion gegeben.
Telekom Aktien stehen heute unter Druck.

Milliardär erwägt Einstieg bei Teva

Der Milliardär Len Blavatnik liebäugelt angeblich mit einem Einstieg bei der hoch verschuldeten Ratiopharm-Mutter Teva. Blavatnik will einen Anteil im Wert von bis zu drei Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) an Teva kaufen. Die Firma hat eine Marktkapitalisierung von 12,3 Milliarden Dollar. Erst vor wenigen Tagen hatte der Pharmakonzern erneut seine Prognose gesenkt, was die Teva-Aktien auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gedrückt hatte. Das Unternehmen ist vor allem wegen der 40,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Generika-Geschäfts Actavis im vergangenen Jahr hoch verschuldet.