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Immobilienkonzern erzielt Gewinnsprung · 08.11.2017 12:30 Uhr

Vonovia steigert die Dividende

Mehrfamilienhaus
Quelle: ah_fotobox/Shutterstock
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Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia steigerte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres nahezu alle relevanten Kennzahlen. Die Prognose für das laufende Jahr soll nun angehoben werden. Die Dividende auch.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Der Immobiliensektor boomt weiterhin! Ein Boom, von dem offenbar auch Vonovia überdurchschnittlich profitierte: In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte Vonovia das FFO 1 (Operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern) gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 20,8 Prozent auf nun 690,5 Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie stieg ebenfalls entsprechend um 15,4 Prozent auf nun 1,42 Euro pro Anteilsschein. Die Mieteinnahmen lagen zuletzt bei 1,25 Milliarden Euro. Der Leerstand betrug wie im Vorjahr weiterhin 2,9 Prozent. Wenig verwunderlich gibt man sich bei Vonovia angesichts der Zahlen mehr als zufrieden. Rolf Buch, Vorsitzender des Vorstands von Vonovia: "Unseren verlässlichen Aufwärtstrend verdanken wir unserem bewährten Geschäftsmodell. Durch Standardisierung und Digitalisierung steigern wir unsere Effizienz, durch Investitionen die Qualität unserer Immobilien. Gleichzeitig bauen wir unsere wohnungsnahen Dienstleistungen weiter aus und erhöhen die Zufriedenheit unserer Kunden."

Jahresprognose wird leicht angepasst

Aufgrund des bislang sehr erfreulichen Geschäftsverlaufs passt Vonovia seine Jahresziele leicht nach oben an. Bis Jahresende erwartet der DAX-Konzern nun ein FFO 1 zwischen 910 und 920 Millionen Euro. Das wäre am oberen Limit des bisherigen Zielkorridors von 900 bis 920 Millionen Euro und einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von gut 20 Prozent. Für die Aktionäre besonders erfreulich ist die angekündigte Dividendenerhöhung. Für das laufende Geschäftsjahr plant der Konzern die Ausschüttung um 20 Cent, auf 1,32 Euro pro Anteilsschein anzuheben.

Internationalisierung soll forciert werden

Nun soll für Vonovia der nächste Schritt folgen: "Wir haben in Deutschland bewiesen, wie erfolgreich unsere Strategie ist. Wir wissen aber auch, dass wir noch viele Entwicklungsperspektiven haben - auch außerhalb unseres Kernmarktes in Deutschland", so CEO Rolf Buch. Um diese geplante Internationalisierung voranzutreiben, hat Vonovia vor wenigen Tagen eine Partnerschaftserklärung mit dem französischen Wohnungsunternehmen Groupe SNI unterzeichnet. Laut Vonovia geht es „bei dem Erfahrungsaustausch mit Groupe SNI vor allem um Geschäftsmodelle, Portfoliomanagement, energetische Sanierung und Neubau, aber auch um wohnungsnahe Dienstleistungen und die Kundenansprache“. Beobachter werden die Vereinbarung jedoch als weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung, nachdem Vonovia bereits zu Beginn des Jahres den österreichischen Konkurrenten Conwert übernommen hat.

Aktie mit weiterem Potenzial?

Der Erfolg von Vonovia spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, wenngleich nicht ganz so stark wie man angesichts der Zahlen eigentlich erwarten könnte. Auf Sicht von einem Jahr kommt die Aktie des DAX-Konzerns zwar auf ein Plus von knapp 20 Prozent, im selben Zeitraum konnte jedoch der DAX um mehr als 27 Prozent zulegen. Aus Sicht von Analysten hat die Vonovia-Aktie auf dem aktuellen Niveau noch durchaus Potenzial nach oben. So gibt es aktuell ganze 15 Kaufempfehlungen für die Anteilsscheine des Immobilienkonzerns, wobei sieben Analysten derzeit empfehlen die Aktie zu „halten“. Verkaufsempfehlungen gibt es Stand heute keine.
 
Erstellt am 08.11.2017 um 08:50
Veröffentlicht am 08.11.2017 um 08:57 Uhr
 

lupenreinen Aufwärtstrend

-Charttechnik von Sven Kleinhans Momentum Institutional GmbH-
Die Aktie befindet sich in einem lupenreinen Aufwärtstrend, jedoch mit der Tendenz zur Überhitzung. Unterstrichen wird diese Einstellung von einem nachlassenden Momentum.
Allerdings lassen sich auch auf der Oberseite keine sinnvollen Widerstände oder Preismarken herleiten. Somit stellt sich für Neuinvestoren die Frage: Wo komme ich gut in die Aktie rein (sofern der Aufwärtstrend intakt bleibt) und für aktuelle Investoren: Wo fange ich an aufzupassen?
Das Problem der (Fall)Höhe
Da sich die Aktie auf nie dagewesenen Höhen befindet, darf man ruhig einmal auf die kurzfristige Markttechnik achten und die teilt dem Investor mit: Bei 38 Euro ist das erste Level was kurzfristig halten sollte. Alles unter dem Preislevel von 38 Euro ist dann schon etwas weitläufiger und lässt Korrekturpotential bis gut 35 Euro zu, auch 32 Euro bis 34 Euro ist eine mögliche Ausdehnung der Investoren, die eventuell einmal Gewinne realisieren.
Aus meiner Sicht richtig kribbelig wird es unter den letztgenannten Niveaus, dann muss von einer kompletten Trendwende gesprochen werden, zumal die Aktie unter 35/36 Euro ihren aktuellen Trend nach unten verlassen würde.