Nachrichten

neun Daxunternehmen · 09.08.2017 17:30 Uhr

Turbulenter Tag: Dax und Dax Bilanzen

handel-boerse-detail
Rawpixel.com / shutterstock.com
Beitrag teilen
Heute gab es nur ein Thema: Bilanzen. Alleine aus dem Dax haben neun Unternehmen Rechenschaft abgelegt. Die Bilanzen waren durchwachsen. Der Dax rutscht nach verhaltenem Start deutlich ab.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:42min, 09. November 2017, 16:26 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Bis auf 13.525 Punkte war der Dax in dieser Woche vorangekommen – doch dann verließ die Anleger offensichtlich der Mut. Ein paar durchwachsene Bilanzen am „Super Donnerstag“ nahmen Anleger zum Anlass, sich überwiegend von ihren Anteilen zu trennen. Der Dax kam ins Rutschen und stoppte zunächst an der Kurslücke von vergangener Woche bei 13.229 Punkten. Doch auch diese Unterstützung hat nicht gehalten. Es ging weiter abwärts unter 13.200.
Damit ist die Volatilität wieder zurück im Markt – allerdings kein Vergleich zum Handel in Tokio, wo der Nikkei bald 1.000 Punkte schwankte: an einem Tag!

Kraftwerksgeschäft und Gamesa machen Siemens zu schaffen

Probleme im Kraftwerksgeschäft und in der Windkraft-Sparte lasten auf Siemens. Im vierten Quartal ging das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft deshalb überraschend um zehn Prozent zurück auf 2,2 Milliarden Euro. Damit verfehlte Siemens die Erwartungen deutlich.
Im gesamten Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende September) reichte es aber zu einem Anstieg des Nettogewinns um elf Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 83 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang stagnierte auf Vorjahresniveau. Die Dividende soll um zehn Cent auf 3,70 Euro erhöht werden.
Geschäft mit Autoelektronik schiebt Zulieferer Continental an
Dank guter Geschäfte mit Elektronik, Software und Sensorik für Autos hat Continental kräftig zugelegt. Im dritten Quartal kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 69,3 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatten allerdings hohe Sondereffekte den Gewinn gedrückt. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 7,1 Prozent auf knapp 10,7 Milliarden Euro. Dazu habe auch das Reifengeschäft beigetragen, obwohl es von höheren Rohstoffkosten belastet gewesen sei, hieß es. Die Preiserhöhungen hätten positive Wirkung gezeigt.

Adidas nimmt Branchenprimus Nike Marktanteile ab

Adidas nimmt Branchenprimus Nike Marktanteile ab
Adidas macht im Wettlauf mit dem Rivalen Nike Boden gut. Adidas legt in Nordamerika beim Umsatz zweistellig zu – Nike tritt auf dem Heimatmarkt auf der Stelle. Der Umsatz der Marken adidas und Reebok steigt außer in Russland in allen Regionen - Insgesamt um zwölf Prozent. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen schnellt um 35 Prozent auf 549 Millionen Euro. Die operative Marge legte um 2,7 Prozentpunkte auf 14,0 Prozent zu. Wegen des reißenden Absatzes von Turnschuhen und Sportkleidung hatte Adidas bereits im Sommer seine Jahresziele angehoben.
Pharmakonzern Merck gibt sich bei Jahreszielen bescheidener
Merck blickt nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal etwas pessimistischer auf den Rest des Jahres. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern hält zwar an seiner Jahresprognose fest, nimmt aber nur noch das untere Ende der angepeilten Gewinn- und Umsatzspanne ins Visier. Im dritten Vierteljahr musste Merck einen Rückgang des bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) um 8,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro hinnehmen. Mit einem Umsatz von 3,73 Milliarden Euro kam das Darmstädter Traditionsunternehmen kaum vom Fleck. Höhere Forschungs- und Marketingkosten lasteten auf dem Pharma-Geschäft.

Commerzbank schreibt Gewinn - Verkäufe helfen

Die Commerzbank ist im Sommer dank einer Reihe von Sondererträgen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich verdiente das Geldhaus im dritten Quartal 472 Millionen Euro. Das lag im Rahmen der Markterwartungen. Vor einem Jahr hatte noch ein Verlust von 288 Millionen zu Buche gestanden. Das Tagesgeschäft, belastet von den niedrigen Zinsen, schwächelt aber weiterhin. Angetrieben wurde das Ergebnis von Sondereffekten wie zum, Beispiel dem Verkauf des "Commerzbank-Towers"
Post setzt nach Rekordquartal auf starke Weihnachten
Der boomende Online-Handel und die rege Nachfrage nach Express-Sendungen geben der Deutschen Post Rückenwind: Der Bonner Konzern verbuchte im dritten Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn und steuert damit weiter auf Rekordkurs. Nun setzt Post-Chef Frank Appel auf ein "starkes Weihnachtsgeschäft" zum Jahresende. Er rechne mit einer Menge von "deutlich über acht Millionen Paketen am Tag“.

Deutsche Telekom hebt wegen US-Geschäft Ergebnisprognose an

Das US-Geschäft bleibt die treibende Kraft für die Deutsche Telekom. Wegen guter Geschäfte von T-Mobile US hebt sie die Prognose an für das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) im Gesamtjahr auf rund 22,4 bis 22,5 Milliarden Euro. Im dritten Quartal legte das bereinigte Betriebsergebnis um 3,3 Prozent auf 5,72 Milliarden Euro zu. Der Umsatz hingegen stieg lediglich leicht um 0,8 Prozent auf 18,25 Milliarden Euro. Die Telekom gab damit im Vergleich zu den Erwartungen des Marktes ein gemischtes Bild ab.
Münchener Rück rechnet noch mit kleinem Jahresgewinn
Die Münchener Rück hat im dritten Quartal wegen der Belastungen durch die jüngste Hurrikan-Serie in den USA einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. Wie der weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag mitteilte, stand per Ende September ein Verlust von 1,73 Milliarden Euro zu Buche - im dritten Quartal des vergangenen Jahres hatte der Konzern noch einen Gewinn von rund einer Milliarde Euro eingefahren. Unter der Annahme eines erwartungsgemäßen Geschäftsverlaufs im vierte Quartal sei dennoch mit einem kleinen Jahresgewinn für 2017 zu rechnen, erklärte der neue Vorstandschef Joachim Wenning. Auf die ersten neun Monate bezogen lief ein Verlust von 146 Millionen Euro auf.