Nachrichten

Nike rückt in Schlagdistanz · 09.11.2017 10:29 Uhr

Adidas bleibt auf der Überholspur

adidas-Logo vor einem Shop
Quelle: r.classen/Shutterstock
Beitrag teilen
Adidas macht gegenüber der Konkurrenz weiter Boden gut. Die Herzogenauracher haben auch im abgelaufenen Quartal prächtig verdient und wachsen vor allem in Nordamerika dynamischer als der Dauerrivale Nike.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Adidas hat im abgelaufenen Quartal die Gewinne deutlich gesteigert. Der Umsatz konnte zwar ebenfalls gesteigert werden, allerdings nicht ganz so dynamisch wie im Vorfeld von Analysten erhofft. Trotzdem kann adidas die bereits im August angehobene Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigen.
Im Zeitraum Juli bis September stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent auf 526 Millionen Euro. Operativ konnte adidas den Gewinn um ebenfalls 35 Prozent auf mittlerweile 795 Millionen Euro steigern. Beide Kennzahlen lagen jeweils leicht über den Erwartungen von Analysten. Leicht verfehlt wurden die Umsatzprognosen: Mit einem Umsatz von 5,68 Milliarden Euro lagen die Franken unter der Zielprognose von 5,92 Milliarden Euro.

Adidas pirscht sich an Nike heran

Besonders erfreulich entwickelte sich bei adidas der Onlinehandel. Allein in diesem Segment konnten die Umsätze zuletzt um fast 40 Prozent zulegen. Ähnlich stark entwickelte sich das Wachstum in einzelnen, für adidas wichtigen, Regionen. Allein in China kommt der Sportartikelhersteller auf ein Umsatzplus von 28 Prozent. Im hart umkämpften nordamerikanischen Markt konnten die Franken um 23 Prozent wachsen. Die Franken machen somit weiteren Boden gegenüber dem Konkurrenten Nike gut. Der US-Rivale trat auf seinem Heimatmarkt zuletzt eher auf der Stelle. Verantwortlich für das starke Wachstum war vor allem die Marke adidas, die nach wie vor eine besonders starke Dynamik in diesen wichtigen Regionen verzeichnet und um 29 Prozent beziehungsweise  31 Prozent zulegen konnte. „Die strategischen Wachstumsbereiche des Unternehmens – Nordamerika, China und eCommerce – waren erneut die Hauptwachstumstreiber für unsere starke Umsatzentwicklung im dritten Quartal. Wir freuen uns noch mehr über die Qualität unseres Wachstums, die sich deutlich in der außergewöhnlichen Verbesserung der Profitabilität im dritten Quartal zeigt“, so Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas.

"Qualität" des Wachstums überrascht

Abgesehen vom eigentlichen Wachstum in wichtigen Regionen, ist es tatsächlich die von Rorsted angesprochene „Qualität“ dieses Wachstums die überrascht: Die operative Marge von adidas erhöhte sich allein im abgelaufenen Quartal um 2,7 Prozentpunkte auf mittlerweile 14,0 Prozent. Adidas führt diese erfreuliche Entwicklung auf positive Effekte aus einem besseren Preis- und Produktmix zurück, die höhere Beschaffungskosten sowie ungünstige Währungsentwicklungen mehr als kompensierten. Die betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Quartal sogar um 8 Prozent angestiegen, was die positive Margenentwicklung umso erstaunlicher macht.

Jahresprognose bestätigt

An der Jahresprognose will adidas weiter festhalten. CEO Rorsted: “Wir haben erneut starke Ergebnisse erzielt und sind auf dem besten Weg, unsere ehrgeizigen Finanzziele für das Geschäftsjahr 2017 zu erreichen.“ Das heißt konkret, dass man weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg zwischen 17 und 19 Prozent rechnet. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird sich den Prognosen zufolge um 26 bis 28 Prozent auf einen Wert zwischen 1,36 Milliarden Euro und 1,39 Milliarden Euro erhöhen.
Erstellt am 09.11.2017 um 10:20 Uhr
Veröffentlicht am 09.11.2017 um 10:30 Uhr