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Technische Entscheidung steht an · 13.11.2017 09:04 Uhr

Beiersdorf: Ruhig, aber solide

Produkte von Beiersdorf
Quelle: monticello/Shutterstock
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Die Beiersdorf AG gehört im DAX zu den eher ruhigeren Vertretern. Das liegt zum einen an der unaufgeregten Unternehmenskommunikation wie auch an der Solidität des Unternehmens selbst. Doch mit der Ruhe könnte es bald vorbei sein...

-zum Autor: Sven Kleinhans ist Managing Partner bei der Momentum Institutional GmbH-
Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Beiersdorf nach Quartalszahlen von 75 auf 86 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Bereinigt um die Auswirkungen einer Cyber-Attacke habe das Consumer-Geschäft des Nivea-Konzerns von einer Verbesserung der Schwellenländer-Märkte und Marktanteilsgewinnen profitiert, schrieb Analyst Alex Smith. Die Aktie sei allerdings schon großzügig bewertet, was Risiken mit sich bringe.

Wo liegt das technische Risiko?

Betrachten wir die Markttechnik von Beiersdorf sind die „Wegweiser“ klar zu erkennen. Zum einen fällt es der Aktie derzeit schwer das jüngste Hoch um 98 Euro zu überwinden, zumal dieser Versuch schon einmal im Juni gescheitert ist. Die Folge war eine umfassende Korrektur bis gut 88 Euro. Der Aktienpreis schafft es dort eine umfassende Bodenbildung zu vollziehen und konnte sich über steigende Tiefs (Dow Theorie bewertet dieses Marktverhalten positiv) erneut an die 98 Euro heranbewegen, wo die Entwicklung stoppt.

Erneute Korrektur ist einzuplanen

Da die Aktie derzeit technisch als überkauft gilt ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine erneute Korrektur vorgenommen wird. Der Beginn wäre mit Tagesschlusskursen von unter 96,50 Euro eingeleitet. Sollte sich der Gesamtmarkt im Gleichschritt weiter abschwächen ist die offene Kurslücke 91 und 93 zu beachten und als erstes Preisziel zu formulieren. Neue Kaufsignale ergeben sich aktuell erst wieder bei neuen und bestätigten Jahreshoch.

Quelle: nextmarkets