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Aspirin, Rennie oder Ibuprofen · 04.12.2017 09:30 Uhr

Stada und Nestlé zocken um Merck-Sparte

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Mr Doomits / shutterstock.com
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Die Gerüchteküche brodelt. Nach Nestlé scheint sich auch Stada für Mercks Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten zu interessieren. Der Geschäftsbereich ist mit rund vier Milliarden Euro bewertet.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, bieten neben Nestlé auch die Beteiligungsgesellschaften Bain und Cinven für die  Sparte mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten. Bain und Cinven hatten Stada im August übernommen.
Angebote müssten bis zum 15. Dezember gemacht werden.
Der Geschäftsbereich ist mit rund vier Milliarden Euro bewertet. Aus Sicht von Merck ist ein Bieterkampf natürlich eine feine Sache.

Stada und Merck zusammenlegen

Eine Entscheidung soll zeitnah fallen fallen. Auch ein Joint Venture ist angedacht worden, allerdings scheint die Idee wieder verworfen worden zu sein.
Sollten Bain und Cinven tatsächlich zum Zuge kommen, so Insider, könnten sie Stada mittelfristig mit dem OTC-Geschäft von Merck zusammenlegen.
 

Branche im Wandel

Bain und Cinven erwägen angeblich auch eine Offerte für das Generika-Geschäft des französischen Pharmakonzerns Sanofi.
Möglicherweise kommt dieser Deal  auf eine günstigere Bewertung und könnten aus diesem Grund die bevorzugte Option der Finanzinvestoren sein.

Süßigkeiten gesättigt

Der Markt für Süßigkeiten schein weitgehend gesättigt zu sein. Aus diesem Grund setzt der neue Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider auf den Gesundheitsbereich. Hier sieht Nestle deutlich höhere Wachstumsraten.
Den Insidern zufolge wurde Nestlé auch das deutlich größere Geschäft mit Gesundheitsprodukten des US-Pharmariesen Pfizer angeboten.
Das Merck-Geschäft passt wohl  aber deutlich besser zum Portfolio von Nestlé.

Markt boomt

Der Datendienstleister Acxiom hat festgestellt, dass die Deutschen führend sind im Versuch der Selbstheilung.
Jeder zweite Deutsche - Rund 39 Millionen Konsumenten beziehen Produkte in der Apotheke, ohne vorher einen Arzt zu konsultieren – der Markt für rezeptfreie Medikamente – wie beispielsweise Aspirin, Rennie oder Ibuprofen –summiert sich in Deutschland auf über 5 Milliarden Euro.
agr/BSTV/04.12.2017/09:30