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Abschalteinrichtung bei Dieselfahrzeugen · 05.12.2017 08:30 Uhr

BMW weist Manipulationsvorwürfe zurück

BMW-Logo auf einer Kühlerhaube
Quelle: Hadrian/Shutterstock
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BMW hat Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zurückgewiesen, der Autobauer habe in einem Diesel-Modell eine Abschalteinrichtung eingesetzt. (spezielle Software, mit deren Hilfe die volle Reinigung der Abgase gezielt ausgesetzt wird)

"Es gibt bei der BMW Group keinerlei Aktivitäten und technische Vorkehrungen, den Prüfmodus zur Erhebung von Emissionen zu beeinflussen", teilte der Münchner Konzern am Montagabend auf Anfrage mit. "Grundsätzlich gilt, dass BMW-Fahrzeuge den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften entsprechen und nicht manipuliert sind."

Vorwürfe des Abmahnvereins

Die DUH hatte nach Tests mit einem BMW 320d mitgeteilt, die Abgaswerte legten den Verdacht nahe, dass der Autobauer eine sogenannte Abschalteinrichtung genutzt habe.
Tests im Straßenbetrieb hätte deutlich höhere Abgaswerte ergeben als im Labor. Darüber hatten zuvor die ZDF-Sendung "Wiso" sowie die Tageszeitung "Der Tagesspiegel" (Dienstag) berichtet.
Die DUH will die Ergebnisse heute in Berlin vorstellen.

BMW dementiert

BMW hält dagegen, der TÜV Süd habe bereits 2015 ein technisch identisches Modell getestet und dabei keine Eingriffe festgestellt.
Abschalteinrichtungen sind bekannt, seitdem Volkswagen mittels einer solchen Software die Abgaswerte von Millionen Dieselautos manipuliert hatte.
Der Skandal war im September 2015 aufgeflogen.
Anleger sind im früher Handel zunächst skeptisch. BMW Aktien geben etwa zwei Prozent nach und liegen mit deutlichem Abstand am Dax Ende.

Drivenow setzt auf Elektroautos

Der Carsharing-Anbieter DriveNow setzt in Hamburg verstärkt auf Elektro-Autos. Bis Ende des Jahres sollen 200 vollelektrische BMW i3 auf den Hamburger Straßen unterwegs sein. Hamburg sei von allen Städten, in denen DriveNow seine Dienstleistung anbietet, am weitesten vorangekommen mit dem Ausbau seiner Lade-Infrastruktur, sagte Geschäftsführer Sebastian Hofelich. Hamburg hat derzeit mehr als 650 Ladestationen für E-Autos. DriveNow ist ein gemeinsames Tochterunternehmen von BMW und Sixt . Die Flotte von gegenwärtig 650 Fahrzeugen in Hamburg wurde bereits 2015 mit 30 Elektro-Fahrzeugen ergänzt.
Das Angebot wird gut angenommen. Viele Autofahrer kommen auf diese Weise erstmals mit Elektro-Mobilität in Kontakt
Über alle 13 DriveNow-Standorte in Europa gesehen wächst die Elektro-Flotte auf mehr als 1000 Autos. Rund 350 000 Kunden haben bereits 17 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt.
Auch DriveNow-Konkurrent Car2Go (Daimler) wird Mitte des kommenden Jahres beginnen, seine Hamburger Flotte ungefähr zur Hälfte auf E-Autos umzustellen. Am Ende dürften rund 400 elektrisch betriebene Smart-Modelle in Hamburg fahren.