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Bitcoin-Hype geht weiter · 11.12.2017 09:21 Uhr

Kryptowährung startet an der Terminbörse in Chicago

Bitcoins auf einer Tastatur
Quelle: Trong Nguyen/Shutterstock
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Die Internetwährung Bitcoin hat ihr Debüt an der Chicagoer Optionsbörse Cboe gegeben. Seit Mitternacht wird nun der erste Future auf die Kryptowährung an einem regulierten Handelsplatz angeboten.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Allen Kritikern zum Trotz verlief der Auftakt durchaus erfolgreich. Bei 15.000 Dollar gestartet, schoss der Bitcoin-Future in seinen ersten Handelsstunden bis auf 18.850 Dollar in die Höhe. Das Handelsvolumen war anfangs wie erwartet relativ gering. Der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ zufolge wurden in der ersten Handelsstunde Futures im Wert von 9,1 Millionen Dollar gehandelt. In der gleichen Zeit wurden Bitcoins auf der Kryptobörse Bitfinex im Wert von 170 Millionen Dollar gehandelt. Marktexperten verweisen aber darauf, dass Futures klassischerweise eine gewisse Zeit brauchen, um anzulaufen.
Mit Bitcoin-Futures können Investoren nun auf steigende und fallende Kurse der Internetwährung setzen.

Cboe war erst der Anfang….

Die Cboe ist die erste Börse, die den Handel mit Bitcoin-Futures erlaubt. Die nächste steht schon in den Startlöchern: Am 18. Dezember beginnt die CME Group den Future- Handel. Für das erste Quartal des nächsten Jahres plant zudem die Nasdaq, ebenfalls den Handel anbieten zu wollen. Und auch Japan könnte nachziehen.

Kurs bleibt sehr schwankungsfreudig

Der Preis für die größte Kryptowährung schwankt enorm. Am Sonntag hatte der Kurs wieder deutlich zugelegt, nachdem er in der Nacht zuvor auf rund 13.700 Dollar abgesackt war. Seit Jahresanfang hat der Preis um rund 1500 Prozent zugelegt. Getrieben wurde der Preis auch durch die Ankündigung der renommierten Chicagoer Terminbörse CME, Terminkontrakte für Bitcoins anzubieten.

Kritiker warnen vor dem Platzen der Blase

Die Liste derer, die vor einem Platzen der Bitcoin-Blase warnen ist mittlerweile lang. Dazu gehören Starinvestor Warren Buffett, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und auch die deutsche „Wirtschaftsweise“ Isabel Schnabel. Sie warnte, wenn die Internetwährung aus einer Nische in die etablierte Finanzwelt vordringe, berge das Gefahren: „Die Preisentwicklung der Bitcoins erinnert an die großen Blasen der Wirtschaftsgeschichte, zum Beispiel an die Tulpenkrise. Solange die Spekulationen mit Eigenkapital finanziert sind, verlieren die Investoren im Falle eines Crashs zwar viel Geld, die Ansteckungsgefahren dürften aber begrenzt sein, sagte sie der „Welt am Sonntag“.
„Wer dumm genug ist Bitcoins zu kaufen, muss irgendwann den Preis dafür zahlen“, sagte gar James Dimon. Der CEO der Bank JP Morgan hat sich bereits mehrfach äußerst kritisch gegenüber Bitcoins geäußert. Er hat sogar seinen Mitarbeitern gedroht jeden zu feuern, der mit Bitcoin handele.