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Marktbericht: update von 14:50 Uhr · 11.09.2017 14:50 Uhr

NIKKEI auf 26-Jahres-Hoch - DAX lauert unter 13.200

Blick auf den Fujiyama
Quelle: lkunl / Shutterstock.com
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In der Hoffnung auf einen weltweiten Wirtschaftsboom haben sich Anleger in Asien zu Wochenbeginn weiter mit Aktien eingedeckt. Dabei erreichte die Börse Tokio den höchsten Stand seit fast 26 Jahren. Der DAX lauert unter der 13.200er Marke.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:52min, 11. Dezember 2017, 10:52 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 11.12.2017 -
Der NIKKEI 225 ging heute in Tokio mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 22.938 Punkte aus dem Handel. Das ist der höchste Schlussstand für den japanische Leitindex seit fast 26 Jahren.
Japan und die Europäische Union schlossen in der vergangenen Woche ein Freihandelsabkommen ab, welches für beide Seiten eine der größten und umfassendsten Vereinbarungen ihrer Art ist. Das Handelsvolumen zwischen den Wirtschaftsräumen belief sich 2016 auf etwa 125 Milliarden Euro. Dem ifo-Institut zufolge sollte dieses durch den Abbau von Handelsbarrieren deutlich gesteigert werden. Allein das deutsche Bruttoinlandsprodukt könnte demnach jährlich um bis zu 20 Milliarden Euro oder 0,7 Prozent höher ausfallen.
Der DAX notiert aktuell unverändert bei 13.154 Punkten.
Im Laufe dieser Woche werden die Europäische Zentralbank (EZB), die Schweizer Nationalbank (SNB), die Bank of England (BoE) sowie die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihre letzten Zinsentscheide für 2017 bekannt geben.

Siemens-Kraftwerkssparte bekommt Auftrag aus Libyen

Die vor einem massiven Stellenabbau stehende Kraftwerkssparte von Siemens hat einen rund 700 Millionen Euro schweren Auftrag aus Libyen bekommen. Der Münchner Industriekonzern soll für den staatlichen Versorger GECOL zwei Gaskraftwerke mit einer Leistung von zusammen 1,3 Gigawatt (GW) bauen. Dadurch soll die wackelige Stromversorgung in dem nordafrikanischen Land verbessert werden.
An den Plänen zum Abbau von 6.900 Stellen in der Turbinensparte ändere der Auftrag allerdings nichts, betonte Vorstandschef Joe Kaeser. Die infolge der Energiewende drastisch gesunkene Nachfrage nach Kraftwerken zur fossilen Stromerzeugung wird als Grund für den Stellenabbau genannt.
Unterdessen haben Analysten von Morgan Stanley ihre Einschätzung für die Siemens-Aktien von "Gleichgewichten" auf "Übergewichten" angehoben. Das Kursziel wurde von 120 auf 134 Euro korrigiert. Dadurch verteuerten sich die Papiere heute um 1,9 Prozent auf 117,40 Euro.
 
chs/bstv - Erstellt am 11.12.2017, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 11.12.2017, um 14:50 Uhr.