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Bitcoin-Hype geht weiter · 18.12.2017 09:19 Uhr

Kryptowährung knackt 20.000 Dollar-Marke

Bitcoins auf einer Tastatur
Quelle: Trong Nguyen/Shutterstock
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Die Bitcoin-Party geht in die nächste Runde: Die Kryptowährung ist seit Sonntag nun auch im Future-Handel an der weltgrößten Derivatebörse, der Chicagoer CME handelbar. Und hat prompt erstmals die Marke von 20.000 US-Dollar durchbrochen.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Vor wenigen Tagen erst gab die Kryptowährung ihr Debüt an der Chicagoer Optionsbörse Cboe, nun ist sie auch an einer zweiten regulierten US-Börse, der Chicagoer CME Group handelbar.
Und das hat zunächst weiteren Rückenwind verliehen. Am Sonntag stieg der Preis für einen Bitcoin der Plattform Coinmarketcap zufolge bis auf 20.089 Dollar - ein Plus von 500 Dollar binnen weniger Stunden. Zum Wochenstart liegt der Preis aber wieder unter der runden Marke von 20.000 US-Dollar.

Der nächste Börsenplatz wartet schon

Nach Cboe und CME laufen jetzt anscheinend die Planungen an der Nasdaq. Im ersten Quartal 2018 soll auch dort der Handel angeboten werden. Und Experten zufolge könnte auch Japan bald nachziehen.

Bitcoin-Preis explodiert

Nachdem sich die größte Kryptowährung immer mehr etabliert hat der Preis seit Jahresanfang nun rund 1.700 Prozent zugelegt. Dabei waren großen Preisschwankungen aber fast schon an der Tagesordnung.

Kritiker warnen vor dem Platzen der Blase

Die Liste derer, die vor einem Platzen der Bitcoin-Blase warnen ist mittlerweile lang. Dazu gehören Starinvestor Warren Buffett, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und auch die deutsche „Wirtschaftsweise“ Isabel Schnabel. Sie warnte, wenn die Internetwährung aus einer Nische in die etablierte Finanzwelt vordringe, berge das Gefahren: „Die Preisentwicklung der Bitcoins erinnert an die großen Blasen der Wirtschaftsgeschichte, zum Beispiel an die Tulpenkrise. Solange die Spekulationen mit Eigenkapital finanziert sind, verlieren die Investoren im Falle eines Crashs zwar viel Geld, die Ansteckungsgefahren dürften aber begrenzt sein, sagte sie der „Welt am Sonntag“.
„Wer dumm genug ist Bitcoins zu kaufen, muss irgendwann den Preis dafür zahlen“, sagte gar James Dimon. Der CEO der Bank JP Morgan hat sich bereits mehrfach äußerst kritisch gegenüber Bitcoins geäußert. Er hat sogar seinen Mitarbeitern gedroht jeden zu feuern, der mit Bitcoin handele.

Forderungen nach stärkerer Regulierung werden laut

Frankreich drängt angesichts der Spekulationsrisiken auf eine stärkere Regulierung der Kryptowährung und so soll das Thema auf dem nächsten G20 Gipfel auf die Agenda, sagte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire am Sonntag in einem Interview des Nachrichtensenders LCI.
Nach dem Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS, Axel Weber, rät nun auch Ifo-Präsident Clemens Fuest zur Vorsorge. "Die Staaten und die Notenbanken sollten sich dringend Gedanken über eine Regulierung machen", so Fuest in der Montags-Ausgabe der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
 
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Erstellt am 18.12.2017 um 09:15 Uhr
Veröffentlicht am 18.12.2017 um 09:19 Uhr