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Gewinnrückgang trotz Umsatzsprung · 22.12.2017 09:03 Uhr

Nike: Eine schöne Bescherung

Verkaufsraum von Nike
Quelle: pio3/Shutterstock
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Nike hat im zweiten Quartal 2017/18 trotz steigender Einnahmen weniger verdient. Trotzdem haben die Zahlen die Erwartungen von Analysten leicht übertroffen.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Solide. Mehr war es nicht, was Nike gestern Abend nach Börsenschluss an Zahlen vorzulegen hatte. Allerdings war es definitiv auch nicht weniger. Die Erwartungen von Analysten wurden sogar leicht übertroffen, wenngleich man diesmal sagen muss, dass die Erwartungen auch nicht allzu hoch waren. In Summe konnte Nike den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um fünf Prozent auf 8,55 Milliarden US-Dollar steigern. Der Nettogewinn kann allerdings nicht ganz mithalten. Dieser sank zuletzt auf 767 Millionen US-Dollar beziehungsweise auf 40 Cent pro Aktie. Im Vorjahresvergleichszeitraum verdiente Nike immerhin noch 842 Millionen US-Dollar bei einem Gewinn von 50 Cent pro Aktie. Wenngleich die Gewinne leicht rückläufig sind, lagen diese immer noch über den Erwartungen von Analysten. Im Vorfeld rechneten diese mit einem Gewinn von 40 Cent pro Aktie sowie mit Einnahmen in Höhe von 8,39 Milliarden US-Dollar.

Nike zeigt Schwächen auf dem Heimatmarkt

Vor allem auf dem so wichtigen Heimatmarkt zeigt Nike zunehmend Schwächen: Der Gesamtumsatz in Nordamerika ging um fünf Prozent zurück. Im, für Nike so wichtigen, Schuhgeschäft, gingen die Umsätze zuletzt sogar um sieben Prozent zurück. Doch den Umsatzschwund konnten gut laufende Geschäfte in Europa und China ein wenig kompensieren. In beiden Regionen verzeichnete Nike zweistellige Umsatzzuwächse.

adidas wird zum Spielverderber

Im Basketball-Geschäft war Nike zuletzt ebenfalls unter Druck geraten. Einerseits wurde der Margendruck zuletzt spürbar größer, andererseits konnte der Rivale adidas deutlich Boden gut machen und sind laut einer aktuellen Untersuchung an der Nike Marke „Jordan“ vorbeigezogen. Bereits seit einigen Jahren versucht adidas, recht aggressiv, im Basketball-Geschäft Fuß zu fassen. Statt ganze Teams auszurüsten (so kennt man es beispielsweise aus der Fußball-Bundesliga) setzt adidas auf einzelne Spieler aus der NBA. Der prominenteste Spieler im adidas Portfolio ist derzeit James Harden. Der Point Guard der Houston Rockets erhält von adidas insgesamt 200 Millionen US-Dollar für eine Vertragslaufzeit von 13 Jahren. Zum Vergleich: Zum Ende der Saison 2015/16 verlängerten adidas und der HSV ihre Partnerschaft bis zum Ende der Spielzeit 2023/24. Erfolgsabhängig können die Hanseaten während der zehnjährigen Kontraktlaufzeit 40 bis 50 Millionen Euro kassieren – der gesamte Verein wohlgemerkt und nicht ein einzelner Spieler.
 
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Erstellt am 22.12.2017 um 08:50 Uhr
Veröffentlicht am 22.12.2017 um 09:03 Uhr