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Leitindex kaum verändert erwartet · 28.09.2017 08:50 Uhr

DAX: Die Luft ist raus

Platter Autoreifen
Quelle: Pair Srinrat/Shutterstock
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Der DAX ist nahezu unverändert in den heutigen Handelstag gestartet. Es fehlen einfach die Impulse und ein gutes Stück auch die Umsätze, um den Leitindex tatsächlich aus seiner Lethargie zu befreien.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Die Luft am deutschen Aktienmarkt ist raus. Zur Eröffnung notierte der DAX bei 13.059 Punkten. Das war gerade einmal ein Minus von 0,1 Prozent. Institutionelle Anleger haben ihre Bücher bereits seit Wochen geschlossen und auch private Investoren verdauen offenbar noch ihren Weihnachtsbraten. Zudem gibt es auch heute kaum wirklich relevante Wirtschaftsdaten. Einzig die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, könnten am Nachmittag für ein wenig Aufmerksamkeit sorgen. Eine wirklich nachhaltige Bewegung im Zuge der Zahlen ist allerdings nicht zu erwarten.
Als kleiner Belastungsfaktor könnte sich allerdings der Euro erweisen, der auch heute gegenüber dem US-Dollar noch einmal zulegen kann. Dennoch gehen Beobachter nicht davon aus, dass der DAX seine Seitwärtsrange verlassen wird. Die Marke von 13.000 Punkten sollte halten.

Aktien aus der Halbleiterbranche dürften wieder zulegen

Bei den Einzelwerten ist heute davon auszugehen, dass einige Aktien aus der Halbleiterbranche ihre gestrigen Verluste wieder ein wenig aufholen dürften – zumindest in Asien war bereits ein ähnliches Phänomen zu beobachten. Am Mittwoch gerieten Werte wie Dialog Semiconductor oder auch Infineon verstärkt unter Abgabedruck. Der Schweizer Apple-Zulieferer AMS verlor sogar fast acht Prozent. Vor allem Dialog und AMS litten unter Meldungen, wonach sich das neue iPhone-Modell eher schleppend verkaufe.

Lufthansa bleibt im Fokus des Kartellamts

Im Streit um möglicherweise überhöhte Ticketpreise tadelt das Bundeskartellamt die Deutsche Lufthansa. Aus Sicht des Kartellamtes sei die Argumentation der Lufthansa nicht stichhaltig. Die Lufthansa betont im Streit um die Ticketpreise, dass man das Tarifsystem nicht verändert habe. Allerdings habe das computerbasierte Preissystem automatisch Änderungen vorgenommen. Zudem verweist die Airline auf eine erhöhte Nachfrage bei einem gleichzeitig reduzierten Angebot. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, will zumindest den Verweis auf das Computersystem nicht gelten lassen: "Solche Algorithmen werden ja nicht im Himmel vom lieben Gott geschrieben", so Mundt gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Das Kartellamt prüfe nun, ob eine Preisschwelle übertreten worden sei, ab der Lufthansa ihre neue Macht missbraucht und die Preise unangemessen heraufgesetzt habe, so Mundt.
 
Erstellt am 28.12.2017 um 10:29 Uhr
Veröffentlicht am 28.12.2017 um 10:30 Uhr