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Marktbericht: update von 15:00 Uhr · 02.11.2017 15:00 Uhr

DAX startet schwächer ins neue Jahr

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Der DAX startet leichter in das Börsenjahr 2018. Der Kurs rutschte bis in den Bereich von 12.800 Zählern. Anhaltendes Thema bleibt der stärker tendierende Euro. Er hält sich auf dem höchsten Niveau seit Ende September 2017.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:02min, 02. Januar 2018, 10:57 Uhr
- Von Andreas Groß und Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 02.01.2018 -
Asiens Börsen sind überwiegend fester ins neue Jahr gestartet. In China stieg der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten um ein gutes Prozent.
Die Stimmung in den Chefetagen der privaten und mittelständischen Unternehmen im Land hatte sich im Dezember verbessert, wie der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins "Caixin" zeigte.
In Japan wurde noch nicht gehandelt.
Auch in den USA waren die Börsen am Neujahrstag geschlossen.
Der DAX gab um 0,9 Prozent nach und notiert aktuell bei 12.805 Punkten. Dabei drückte vor allem auch der stärker tendierende Euro auf die Stimmung.
Die Gemeinschaftswährung kletterte heute zeitweise auf ein neues Dreieinhalbmonatshoch von 1,2082 US-Dollar. Einige Marktteilnehmer spekulieren auf eine langsamere Straffung der Geldpolitik in den USA. Dies schwächte zuletzt den US-Dollar. Weiteren Aufschluss hierüber könnte das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed) bringen, welches am Mittwoch, um 20:00 Uhr (MEZ) veröffentlicht wird. Außerdem begründen Experten die aktuelle Euro-Stärke mit der überraschend robusten Konjunktur im Währungsraum.
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist 2017 um 638.000 Personen oder 1,5 Prozent gestiegen. Dies war die höchste Zunahme seit dem Jahr 2007, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Jahresdurchschnitt waren im vergangenen Jahr 44,3 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Der seit zwölf Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit habe sich damit dynamisch fortgesetzt, erklärten die Statistiker.

Apple macht Batterien billiger

Apple macht den Austausch abgenutzter iPhone-Batterien bereits ab sofort günstiger - statt wie zunächst angekündigt erst Ende Januar. Man habe zunächst erwartet, mehr Zeit zu benötigen, erklärte Apple am Sonntag. "Die Verfügbarkeit einiger Ersatzbatterien kann zu Beginn begrenzt sein", schränkte ein Sprecher zugleich ein.
Apple senkt den Preis für das Auswechseln angeschlagener Batterien bis Ende 2018 von 89 auf 29 Euro.
Apple war in die Kritik geraten, weil der Konzern Verbraucher über Monate im Unklaren darüber ließ, dass die Leistung von iPhones mit abgenutzten Batterien unter Umständen gedrosselt wurde, um eine plötzliche Abschaltung unter voller Auslastung zu vermeiden.
In den USA wurden mehrere Verbraucherklagen gegen Apple eingereicht. Die Kläger argumentieren, sie seien zum Kauf neuer Telefone verleitet worden, statt ihre iPhones mit einem Batteriewechsel wieder fit zu machen. Apple kontert, die Maßnahmen hätten ältere iPhones längere Zeit nutzbar gemacht.

Infineon laut Chef kein Übernahmeziel

Die an Fahrt gewinnende Übernahmewelle in der Chipindustrie macht den Halbleiterkonzern Infineon nicht nervös.
"Der Umbruch ist in unserer Branche der Normalzustand", sagte Vorstandschef Reinhard Ploss im Interview der Börsen-Zeitung.
Er signalisiert, dass das DAX-Unternehmen sich nicht unter Druck sehe, sich auf mögliche feindliche Übernahmeversuche einzustellen. "Infineon ist kein primäres Übernahmeziel."

Allianz Aktienrückkauf

Die Allianz SE startet am 3. Januar 2018 das Anfang November angekündigte Aktienrückkaufprogramm. In einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten wird der Versicherungskonzern eigene Aktien für bis zu zwei Milliarden Euro erwerben. Die zurückgekauften Papiere würden ohne Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen, bekräftigte die Allianz.

US-Steuerreform belastet BP

Der britische Ölkonzern BP erwartet zwar in Zukunft positive Auswirkungen der US-Steuerreform auf seine Ergebnisse. Für das abgelaufene Jahr jedoch rechnet das Unternehmen aufgrund der Neubewertung latenter Steuern mit einer Belastung des Nettogewinns von 1,5 Milliarden US-Dollar, die im vierten Quartal gebucht wird. Die Zahlen will BP am 6. Februar vorlegen.
Die Ende 2017 verabschiedete US-Steuerreform sieht eine Absenkung der Körperschaftssteuer von 35 auf 21 Prozent vor. Zahlreiche Unternehmen haben bereits Auswirkungen der neuen Steuersätze auf ihre Ergebnisse gemeldet.
 
bstv/agr/chs - Erstellt am 02.01.2018, um 09:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 02.01.2018, um 15:00 Uhr.