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Marktbericht: update von 15:30 Uhr · 05.11.2017 15:30 Uhr

Wall-Street-Rallye treibt DAX an - US-Jobwachstum lässt etwas nach

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Der anhaltende Aufschwung an den US-Börsen und in Asien treibt auch den DAX weiter nach oben. So kletterte das deutsche Börsenbarometer inzwischen über die Marke von 13.300 Punkten. Das US-Job-Wachstum lag unter den Erwartungen.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:50min, 05. Januar 2018, 15:02 Uhr
- Von Andreas Groß und Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion - 05.01.2018 -
Seit dem Rutsch bis auf 12.745 Punkte zum Jahresauftakt hat sich der DAX bereits wieder um mehr als vier Prozent erholt. Aktuell notiert das deutsche Börsenbarometer bei 13.308 Punkten mit 1,1 Prozent im Plus.
Und täglich grüßt der Börsenrekord
Die Neujahrs-Rallye an der Wall Street geht weiter. Die Aktienmärkte haben sich auch am dritten Handelstag des Jahres zu Höchstkursen aufgeschwungen. So ließ der Dow-Jones-Index am Donnerstag schon kurz nach Handelsstart die Marke von 25.000 Punkten hinter sich. Dabei kletterte der amerikanische Leitindex innerhalb von nur 23 Handelstagen um weitere 1.000 Zähler. Im vergangenen Jahr hatte der Dow Jones gleich fünf Tausendermarken geknackt.
Asiatische Börsen nehmen gute Vorgaben auf
Besonders gut lief es erneut auch in Japan. Nach gerade mal zwei Handelstagen im neuen Jahr steht der NIKKEI 225 um mehr als vier Prozent höher als zum Ende des alten Jahres und nähert sich damit auch der Marke von 24.000 Punkten immer stärker an. Ohnehin liegen die Notierungen an der Börse Tokio auf dem höchsten Niveau seit 26 Jahren.
Daten aus den USA unter den Erwartungen
Am Nachmittag stand der US-Arbeitsmarktbericht für den Dezember im Fokus. Dabei wurden im Dezember 148.000 neue Jobs geschaffen. Ökonomen hatten mit 188.000 neuen Stellen gerechnet. Die in einer separaten Statistik ermittelte Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 Prozent stabil. Die durchschnittlichen Stundenlöhne kletterten wie erwartet um 0,3 Prozent bzw. 0,09 US-Dollar auf 26,63 US-Dollar.
Die Daten des Dienstleisters ADP hatten am Vortag positive Signale aus der Privatwirtschaft gesendet. Hier waren im Vormonat 250.000 neue Jobs geschaffen worden. Ökonomen hatten mit 191.000 neuen Stellen gerechnet.
Das Handelsbilanzdefizit hat sich in den USA um 1,6 auf 50,5 Milliarden US-Dollar ausgeweitet und ist damit auf das höchste Niveau seit Januar 2012 gestiegen.
Gemeinschaftswährung schwankte nur kurz
Kurz nach den Daten aus Übersee war der Euro bis auf 1,2080 US-Dollar geklettert. Inzwischen notiert die Gemeinschaftswährung aber wieder bei 1,2035 US-Dollar.
Zum Jahresauftakt hatte der Anstieg über die Marke von 1,20 US-Dollar noch für Unruhe am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Inzwischen scheint dies jedoch verarbeitet zu sein.

Versicherer kommen mit blauem Auge davon

Der erste Sturm des neuen Jahres hat nach ersten Schätzungen dreistellige Millionenschäden hinterlassen. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) geht davon aus, dass das Tief "Burglind" in der Bundesrepublik deutlich weniger als eine halbe Milliarde Euro Schaden verursacht habe. Damit wäre "Burglind" zwar ein schwerer, aber kein Rekordsturm gewesen.
"Burglind" hatte am Mittwoch in Teilen Deutschlands orkanartige Winde und peitschenden Regen gebracht. Im Nordschwarzwald waren Böen mit einer Geschwindigkeit von knapp 160 Stundenkilometern gemessen worden.

Aus für Marihuana in den USA?

US-Justizminister Jeff Sessions holt zum Schlag gegen die voranschreitende Legalisierung von Marihuana aus. Mit der Aktion platzt die Trump-Regierung mitten in einen riesigen Cannabis-Boom, der erst Anfang der Woche darin gipfelte, dass mit Kalifornien der bislang größte US-Markt komplett für Marihuana freigegeben wurde. Da sich mit der Legalisierung viel Steuergeld einnehmen lässt und es aus Washington bislang wenig Gegenwind gab, haben schon 29 US-Staaten Marihuana medizinisch oder ganz erlaubt.

easyJet startet ex TXL

Nach dem Abschied von Air Berlin startet der Käufer easyJet heute am Berliner Flughafen Tegel. Die britische Fluggesellschaft bietet mit dem Erstflug nach München (10:30 Uhr) erstmals einen innerdeutschen Flug an. Von Sonntag an fliegt easyJet ab Tegel 19 Ziele in Europa an, davon vier in Deutschland.
So sind zwischen Berlin und Düsseldorf je Richtung 40 Flüge wöchentlich geplant.
Easyjet verstärkt damit den Wettbewerb mit der Lufthansa-Tochter Eurowings.
Die Airline hat in Berlin-Schönefeld bereits zwölf Maschinen stationiert. Bis zum Sommer sollen nun in Tegel die 25 Maschinen eingesetzt werden, die von der insolventen AirBerlin übernommen wurden. Tegel wird damit nach London-Gatwick der zweitgrößte Standort des Unternehmens.
 
bstv/agr+chs - Erstellt am 05.01.2017, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 05.01.2017, um 15:30 Uhr.