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Kodak mit eigener Kryptowährung · 10.11.2017 17:30 Uhr

Impulse! Es braucht Impulse!

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Nach seinem fulminanten Jahresstart zeigt sich der Dax zunehmend kraftlos. Der Dax bewegt sich im Minus. Kodak startet eine eigene Kryptowährung und Conti bestätigt Pläne, wonach man den Konzern neu ausrichten will

NEWS AUS DEM HANDEL 2:38min, 10. Januar 2018, 16:52 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten 10.01.2018
Seit dem Start ins neue Jahr hatte der Dax in der Spitze um etwa 5,3 Prozent zugelegt. Eine kleine Pause wäre keine Überraschung, sagen Experten. Auch ein größerer Rückschlag sei möglich, ohne den positiven, längerfristigen Aufwärtstrend zu gefährden. Sollte allerdings das Rekordhoch von 13 525 Punkten aus dem November übertroffen werden, würde das dem Dax Luft bis mindestens um die 14 000 Punkte verleihen.
China überdenkt lnsidern zufolge seine künftige Position als Gläubiger der USA. Vertreter der chinesischen Führung hätten empfohlen, die Käufe von US-Staatspapieren zu verringern oder gar zu stoppen. Ob der Vorschlag angenommen worden ist, ist unklar. China ist der größte Gläubiger der USA. Der Dollar gab nach Veröffentlichung des Berichts deutlich nach und trieb den Euro im Gegenzug auf ein Tageshoch von 1,20 US-Dollar. Das wiederum erhöhte den Druck auf den Dax.

Kodak Kursverdopplung

Kodak hat eine Plattform angekündigt, damit Fotografen ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können. Die Bezahlung soll über eine eigene Währung die KodakCoin erfolgen. Über die Kodak-Plattform soll zugleich das Netz beobachtet werden, um eine unerlaubte Nutzung geschützter Bilder zu stoppen. Die Basis für das Angebot bildet die Blockchain-Technologie, mit der auch das Digitalgeld Bitcoin abgesichert wird.
Alles, was mit Digitalgeld zu tun hat, löst bei Anlegern offensichtlich einen Kaufreflex aus Anleger hören wohl nur Kryptowährung, Blockchain und Bitcoin und greifen wie wild zu.
Der Kodak Kurs hat sich mal eben mehr als verdoppelt.

Conti bestätigt Aufspaltungsgerüchte

Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental denkt tatsächlich über seine Aufstellung in der künftigen Automobilindustrie nach. Conti hat entsprechende Medienberichte bestätigt und prüft verschiedene Szenarien der künftigen Unternehmensstruktur. Am Aktienmarkt hatten Anleger nach dem Bericht ein Kursfeuerwerk entfacht. Die Conti-Aktie war auf ein Rekordhoch bei 257,40 Euro geklettert.
Derweil hat der Konzern im vergangenen Jahr weiter von einer robusten Autokonjunktur profitiert. Der Umsatz klettert um 8 Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Bei der Ertragskraft machte der Konzern allerdings 2017 keine Fortschritte.
Analysten beurteilen die Zahlen und die Meldungen recht unterschiedlich. Die Empfehlungen reichen von "verkaufen" bis "kaufen". Die Aktie gibt heute einen Teil der Vortagesgewinne wieder ab und ist einer der schwächsten Werte im Dax.

Lufthansa wieder Europas Spitze

Die Lufthansa ist wieder die größten Fluggesellschaft Europas. Mit konzernweit gut 130 Millionen Fluggästen ließ die Lufthansa den irischen Billigflieger Ryanair mit rund 129 Millionen Passagieren hinter sich. Die Lufthansa und ihre Töchter wie Eurowings, Swiss und Austrian Airlines profitierten von der immensen Ticketnachfrage, die nach dem Aus für Air Berlin auf sie hereingebrochen war.
Auch im Frachtgeschäft erlebt die Lufthansa einen Boom. Die Verkehrsleistung wuchs um 7,4 Prozent auf 10,8 Millionen Tonnenkilometer. Die Auslastung der Frachträume verbesserte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent.