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Spielverderber EZB Minutes · 11.11.2017 17:30 Uhr

Die Angst ist zurück – Dax fällt unter 13.200 Punkte

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Nach dem Durchhänger am Mittwoch tut sich der Dax auch heute schwer. Die EZB könnte langsam die Trendwende einleiten, das drückt auf die Aktienkurse und verteuert den Euro.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:36min, 11. Januar 2018, 16:42 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Wenig Impulse gab es bis zum frühen Nachmittag für den deutschen Aktienmarkt. Nachdem China Berichte dementiert hatte, sich aus den US Anleihen zurückzuziehen, hatte sich die Lage am Anleihenmarkt zunächst wieder normalisiert. Das wiederum nahm auch Druck vom Aktienmarkt. Allerdings wiederholte sich das „Spiel“ vom Vortag mit den EZB Minutes. Anleger fürchten eine Richtungsänderung der EZB Finanzpolitik, was in der Folge die Rendite von Bundesanleihen steigen ließ, den Euro stärkte und den Dax in Richtung 13.200 Punkte drückte.

Bayer verkauft Covestro Anteile

Bayer hat Covestro Aktien für 1,8 Milliarden Euro an institutionelle Investoren verkauft für 86,25 Euro je Aktie. Wie bekannt will sich der Konzern ganz von Covestro trennen. Bayer-Aktien legten zunächst um 0,6 Prozent zu, drehten dann aber mit dem schwachen Markt ins Minus.. Covestro Aktien verlieren in der Spitze etwa ein Prozent, grenzten die Verluste aber ein.

SAP belastet durch Analystenrating

Eine Abstufung der Papiere von SAP durch Morgan Stanley drückte den Kurs um über drei Prozent nach unten. Die Experten senken SAP von Übergewichten auf Gleichgewichten und nehmen das Kursziel zurück von 111 Euro auf nur noch 105 Euro. SAP Aktien kosten am Abend 91,43 Euro.
 

Südzucker hebt Prognose an

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker hat die Umsatzerwartung für das laufende Jahr erhöht. Im bis Ende Februar laufenden Geschäftsjahr 2017/18 rechnet der MDax-Konzern jetzt mit einem Erlös von 6,9 bis 7,1 Milliarden Euro nach 6,5 Milliarden ein Jahr zuvor. Bislang hatte Südzucker einen Anstieg auf 6,7 und 7,0 Milliarden Euro erwartet. Vor allem der Export läuft rund Südzucker Aktien klettert in der Spitze gut zwei Prozent auf 17,16 Euro, drehen am Abend aber mit dem schwachen Gesamtmarkt ins Minus.
 

Lichtblick bei Hella

Der Autozulieferer Hella hat ein überraschend starkes erstes Geschäftshalbjahr hingelegt. Der Umsatz zog um 8 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro an. Das lag auch an guter Nachfrage nach den Lichtsystemen sowie Spezialprodukten für Land- und Baumaschinen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 9 Prozent auf 293 Millionen Euro. Umsatz und operatives Ergebnis fielen damit besser aus als von Analysten gedacht. Die Hella Aktie klettert über zwei Prozent auf ein Rekordhoch.
Erstellt/Veröffentlicht am 11.01.2018 um 09:15. Stand  17:30 Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise und Angaben zu möglichen Interessenkonflikten unter: https://www.boerse-stuttgart.de/rechtliche-hinweise