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Belastungsfaktor Euro auf Dreijahreshoch · 12.11.2017 16:00 Uhr

Anleger verlässt erneut der Mut - trotz Rekordvorgaben

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KieferPix / Shutterstock.com
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Nach dem Durchhänger am Donnerstag standen die Zeichen zunächst auf Erholung. Der Dax folgte den Rekordvorgaben der Wall Street. Allerdings belastet ein Euro auf Dreijahreshoch, und Anleger wenden sich wieder ab.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:14min, 12. Januar 2018, 15:14 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
In der kommenden Woche nimmt die US Bilanzsaison ordentlich Fahrt auf. Die Börsenschwergewichte öffnen ihre Bücher.
Eines dieser Schwergewichte war heute schon an der Reihe: JPMorgan Chase.
Es sind gute Zahlen: Denn trotz einer massiven Belastung durch die US-Steuerreform verdient die größte US-Bank weiterhin Milliarden: Unterm Strich im Schlussquartal 4,2 Milliarden Dollar
Im Gesamtjahr verdiente die Bank 24,4 Milliarden Dollar und somit praktisch genauso viel wie im Vorjahr.
Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform schlug mit einer einmaligen Belastung von 2,4 Milliarden Dollar ins Kontor - eine Sonderabgabe auf im Ausland geparkte Gewinne.
Der Dax war freundlich gestartet - doch die Dax Anleger verlässt nach anfänglicher Zuversicht der Mut, und der Dax dreht am Nachmittag ins Minus.

Puma am Scheideweg

Der französische Luxuskonzern Kering will bei Puma aussteigen und die Mehrheit am Sportartikelhersteller unter den eigenen Aktionären verteilen. Das hat zwei Folgen: Einmal würde der Streubesitz deutlich ansteigen und damit Puma wieder zu einem Kandidaten für den MDax. Auf der anderen Seite könnten aber die Aktionäre von Kering ihre neuen Puma-Aktien veräußern wollen. Damit gebe es womöglich einen größeren Aktienüberhang, der den Kurs latent belasten würde. Analysten reagierten derweil unterschiedlich auf die Entwicklung: Während Merrill Lynch die Papiere auf "Underperform" abstufte, hob Equinet sie von "Accumulate" auf "Kaufen". Berenberg bestätigte die Kaufempfehlung. Puma Aktien brechen über zehn Prozent ein.

Rekordabsatz bei BMW - Daimler ebenfalls stark

BMW hat das siebte Jahr in Folge einen Rekordabsatz geschafft. Im Rennen mit dem Stuttgarter Erzrivalen Daimler um die Krone im Premiumbereich gibt es jedoch ein Patt: Die Marke BMW alleine verkaufte weniger Autos als Daimlers Gegenstück Mercedes-Benz. Zählt man jedoch die Kleinwagen-Marken Mini (bei BMW) beziehungsweise Smart (bei Daimler) hinzu, liegen die Münchener wiederum vorne. Von der Marke BMW alleine wurden im vergangenen Jahr rund 2,09 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Mercedes-Benz schaffte hier 2,29 Millionen Wagen.

Facebook will zurück zu den Wurzeln

Facebook verdient sein Geld mit Werbung für Unternehmen, Medien und politischen Gruppen. Diese bezahlen quasi dafür, dass ihre Beiträge prominent in der Timeline der Nutzer angezeigt werden. Das nervt viele Nutzer - Beiträge von Freunden und Familie kommen da nämlich zu kurz.
Jetzt will Facebook das Rad wieder zurückdrehen und Facebook will das machen, wofür es einmal angetreten ist: persönliche Verbindungen zu ermöglichen und zu pflegen.
Zuckerberg selber hat die Veränderungen angekündigt. Er rechne damit, dass mit den Änderungen Menschen weniger Zeit bei Facebook verbringen würden. "Aber ich erwarte auch, dass die bei Facebook verbrachte Zeit wertvoller sein wird." Damit werde die Entscheidung auf lange Sicht auch für das Geschäft gut sein, so der Facebook-Chef.
Facebook Aktien verlieren deutliche 3,5 Prozent
Erstellt/Veröffentlicht am 12.01.2018 um 09:30
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