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Analysten, Hauptversammlung, Zahlen · 19.11.2017 15:00 Uhr

Adidas, ThyssenKrupp und BASF ziehen Dax nach oben

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Schwacher US Markt – Starker Euro: Zwei Belastungsfaktoren für den deutschen Markt: Trotzdem ist der Dax fest unterwegs. Möglicherweise dann doch ein versöhnlicher Wochenausklang.. ? Bislang ging es in dieser Woche so gut wie nicht voran

NEWS AUS DEM HANDEL 3:04min, 19. Januar 2018, 14:56 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Stark laufen heute Werte wie adidas nach einer Kaufempfehlung, ThyssenKrupp, nachdem CEO Hiesinger auf der Hauptversammlung die Ziele bestätigt und die Einheit beschworen hat. Außerdem feiern Anleger und Analysten die Zahlen von BASF.
Aktien von Süss Microtec sind am Nachmittag um über 17 Prozent auf das Niveau von Anfang Dezember des Vorjahres abgerutscht. Der Zulieferer für die Halbleiterindustrie hatte kurz zuvor bekannt gegeben, dass Umsatz und operativer Gewinn für 2017 die selbst gesteckten Ziele verfehlen werden. Im Klartext – es gab eine Gewinnwarnung.
Damit wurden die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, die die Aktie nach guten Auftragsdaten Anfang Januar noch auf den höchsten Stand seit 2002 gekauft hatten.
Nun sind solche Meldungen in der Halbleiterindustrie zwar unschön aber nicht ungewöhnlich. Anleger wissen das eigentlich und sind Kummer gewöhnt. So hieß es schon nach wenigen Minuten: Aufstehen, Krönchen richten und weitermachen… die Aktie nur noch vier Prozent im Minus. Erinnert an Ende November – das gab es einen ähnlichen Effekt.

BASF nach Zahlen auf Rekordhoch

2017 war für den Chemiekonzern BASF ein Erfolgsjahr. Beim Gewinn machte BASF einen Satz nach vorn und übertraf die Erwartungen der meisten Analysten. Möglicherweise locken jetzt höherer Dividenden. An der Börse erfreute das die Anleger vor dem Wochenende. Die Aktie kletterte auf ein Rekordhoch. Der weltgrößte Chemiekonzern hatte seine vorläufigen Geschäftszahlen am Vorabend vorgelegt, die Aktie war daraufhin bis Handelsschluss um fast 3 Prozent angezogen. Am Freitag sprang das Papier in der Spitze bis auf 98,34 Euro und kostetet damit so viel wie noch nie. Laut ersten Berechnungen kletterte das operative Ergebnis um 32 Prozent auf 8,3 Milliarden Eur. Der Umsatz legte im Gesamtjahr um 12 Prozent auf 64,5 Milliarden Euro zu. Auch die US Steuerreform trug dazu bei: Wegen des absehbar geringeren Steuersatzes konnte sich BASF bereits im vierten Quartal knapp 400 Millionen Euro gutschreiben.

Software AG profitiert von Steuerreform

Die Software AG erwartet durch die US-Steuerreform einen positiven Einfluss auf ihren Gewinn. Im Geschäftsjahr 2018 dürfte die Reform nach ersten Berechnungen zu einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie (EPS) von 5 bis 10 Prozent führen. Auch in den darauf folgenden Perioden werde sich die Steuerentlastung voraussichtlich in einer ähnlichen Größenordnung positiv auf den Gewinn auswirken. Dagegen steht im Geschäftsjahr 2017 der Steuerersparnis ein einmaliger US-Steuermehraufwand im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich gegenüber. Software AG erzielt mehr als 30 Prozent des Gesamtumsatzes in den USA. Das Land ist der mit Abstand größte Einzelmarkt des Unternehmens.

Ceconomy taumelt nach Zahlen

Der Elektronikhändler Ceconomy hält trotz eines holprigen Starts in das neue Geschäftsjahr an seinen Prognosen fest. Im ersten Quartal sank der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 308 Millionen Euro auf 260 Millionen Euro. Das lag unter anderem am „Black Friday“ bzw. der Cyber-Week, wo viele Kunden ins Internet ausgewichen sind. Der Umsatz klettert hingegen um 1,3 Prozent auf 6,935 Milliarden Euro. Anleger zeigten sich enttäuscht. Der Ceconomy-Kurs rutscht zweistellig ab.
agr/bstv – Stand 19.01.2018/08:30Uhr
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