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Operativ läuft es dennoch rund · 22.01.2018 08:51 Uhr

UBS: Gewinne leiden unter US-Steuerreform

Bürogebäude der UBS
Quelle: r.classen/Shutterstock
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Die UBS leidet ebenfalls unter der US-Steuerreform. Wie die Schweizer Großbank heute Morgen mitteilte, hat man im abgelaufenen Jahr deutlich weniger verdient. Operativ gibt es dennoch keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil...

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Insgesamt verdiente die UBS im abgelaufenen Jahr rund 1,17 Milliarden Schweizer Franken. Das sind 64 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der starke Einbruch ist jedoch weniger auf operative Schwierigkeiten, denn auch eine einmalige Sonderbelastung im Zuge der US-Steuerreform zurückzuführen. Ähnlich wie bereits andere Großbanken zuvor, muss auch die UBS für das vierte Quartal hohe Abschreibungen auf Steueransprüche in den Vereinigten Staaten vornehmen. In Summe belasten diese das Ergebnis mit 2,9 Milliarden Schweizer Franken. Eine große Überraschung ist dies allerdings nicht und Analysten hatten bereits im Vorfeld mit einer solchen Sonderbelastung gerechnet.

Operativ läuft es wie geschmiert

Operativ lief es für die UBS währenddessen wieder richtig gut. Allein der Vorsteuergewinn stieg im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 5,4 Milliarden Franken. Richtig stark lief insbesondere wieder die „Paradedisziplin“ der UBS, die globale Vermögensverwaltung. Im Kerngeschäft hat die Bank im globalen Wealth Management satte 4,1 Milliarden Franken erwirtschaftet. Der Nettoneugeldzufluss im Asset Management lag zudem zuletzt bei 59 Milliarden Franken, womit die UBS somit ein verwaltetes Gesamtvolumen von mehr als 770 Milliarden Franken erreicht. Das ist immerhin der höchste Stand seit neun Jahren. Doch das war es noch nicht mit den guten Nachrichten. Für 2017 will die UBS eine Dividende in Höhe von 0,65 Franken pro Anteilsschein vorschlagen. Zudem kündigte die Bank an, dass die Dividende in den kommenden Jahren im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen soll. Ein wenig Kurspflege soll auch noch betrieben werden. So plant die UBS ab dem kommenden Frühjahr eigene Aktien im Gegenwert von rund zwei Milliarden Franken zurückzukaufen.

Aktie mit Nachholpotenzial?

Angesichts der vorgelegten Zahlen überraschend es ein wenig, dass die Aktie der UBS im vergangenen Jahr eher zu den Underperformern zählte. So steht für die UBS Group derzeit ein Plus von etwas mehr als fünf Prozent zu Buche, während der SMI im selben Zeitraum um mehr als 15 Prozent zulegen konnte. Allein das vierte Quartal 2017 verhalf der UBS-Aktie wieder zu etwas mehr Rückenwind und die Anteilsscheine haben sich in den vergangenen drei Monaten um mehr als zwölf Prozent verteuert.
 
Erstellt am 22.01.2018 um 08:45 Uhr
Veröffentlicht am 22.01.2018 um 08:50 Uhr
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