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Euro bleibt stark · 24.11.2017 17:15 Uhr

Pause nach Dax Rekord

Junge Geschäftsfrau
Quelle: Peter Bernik / Shutterstock.com
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Nach dem Dax-Rekordhoch atmen die Anleger zur Wochenmitte erst einmal durch - erst am Abend dreht der Dax ins Minus. Am Vortag hatte der Dax bei 13 596 Punkten den höchsten Stand seiner fast 30-jährigen Geschichte erreicht.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:47min, 24. Januar 2018, 16:36 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Die Deutsche Umwelthilfe ist mit ihrer Klage gegen die Stadt Düsseldorf in erster Instanz gescheitert. Der Umweltverband wollte erzwingen, dass Düsseldorf die vom VW -Abgasskandal betroffenen Diesel aus dem Verkehr zieht.
Doch das Düsseldorfer Verwaltungsgericht stufte die Klage am Mittwoch als unzulässig und unbegründet ein.
Das Klagerecht von Umweltverbänden betreffe nur ortsfeste Anlagen, keine bereits genehmigten Produkte, hatten die Anwälte des beigeladenen VW-Konzerns argumentiert.
Der starke Euro entwickelt sich immer mehr zum Bremsklotz für den Dax. Seit Anfang November zog der Euro um rund sechs Prozent an - über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Plus auf fast 15 Prozent.
Auf der anderen Seite befeuert ein günstiger Dollar die Kurse in den USA. Am Donnerstag tagt die EZB und gibt am frühen Nachmittag die Richtung für die weitere Geldpolitik vor. (siehe Video)

Auch Gerresheimer profitiert von Steuerreform

Der Verpackungsspezialist Gerresheimer profitiert von der US-Steuerreform. Die Änderungen führten zu einem einmaligen positiven Steuer-Effekt zwischen 50 und 55 Millionen US-Dollar. Dieser Effekt wird im Quartalsabschluss 2018 erfasst. Darüber hinaus gebe es einen positiven Effekt auf die tatsächlichen Ertragsteuern. Wäre dies bereits für das Geschäftsjahr 2017 berücksichtigt worden, würden sich positive Effekte auf das Konzernergebnis 2017 im niedrigen einstelligen Euro-Millionenbereich ergeben. Technisch wirkten sich die Effekte positiv auf das bereinigte Ergebnis je Aktie aus. Bei den Anleger kam das positiv an.

United Continental verdient mehr als erwartet - Steuerreform und Ticketpreis

Die US-Fluggesellschaft United Continental hat im vierten Quartal dank der Steuerreform und stabiler Ticketpreise mehr verdient als erwartet. Unter dem Strich legte der Gewinn um fast die Hälfte auf knapp 580 Millionen Dollar zu. Die Ausgaben für die Einkommenssteuer schrumpften um 96 Prozent zusammen. Der Umsatz legte wie von Analysten vorhergesagt um 4,3 Prozent auf 9,44 Milliarden US-Dollar zu.
Allerdings stimmt die Prognose wenig zuversichtlich. Die Airline will die Kapazitäten ausbauen - Anleger sorgen sich um die Ertragskraft und schicken die Aktie auf Sinkflug.

Carsharing-Fusion von Daimler und BMW auf der Zielgeraden

Daimler und BMW wollen ihre Carsharing-Töchter nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Kürze zusammenlegen. Die Verhandlungen seien auf der Zielgeraden, die Fusion von Car2Go und DriveNow könnte schon im Februar bekanntgegeben werden. Daimler und BMW lehnten jeden Kommentar dazu ab. Der Autovermieter Sixt , der 50 Prozent an DriveNow hält, soll sich dem Bericht zufolge mit seinem Partner BMW über ein Kaufangebot für einen Teil der Anteile und die Markenrechte geeinigt haben. Sixt werde Minderheitspartner.

Texas Instruments mit Gewinneinbruch wegen Steuerreform

Die US-Steuerreform hat den Gewinn des US-Chipkonzerns Texas Instruments um zwei Drittel einbrechen lassen. Unter dem Strich seien im vierten Quartal noch 344 Millionen US-Dollar hängen geblieben. Dafür werde der operative Jahressteuersatz von 31 Prozent im abgelaufenen Jahr bis auf 18 Prozent ab 2019 sinken. Im ersten Quartal erwartet TI einen Gewinn je Aktie von 1,01 bis 1,17 Dollar einschließlich eines Steuervorteils. Der Umsatz legte im vierten Quartal dank der weiter sehr hohen Nachfrage von Autoproduzenten und Industrieunternehmen um 10 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar zu. Im ersten Quartal sollen es 3,49 bis 3,79 Milliarden werden. Während das abgelaufene Jahresviertel im Rahmen der Erwartungen lag, hatten Experten bisher mit einem besseren ersten Quartal gerechnet. Die Enttäuschung zog den Aktienkurs um mehr als fünf Prozent nach unten. Auch die Kurse der Konkurrenz leiden: Infineon verlieren ebenfalls deutlich.
agr/bstv – 24.01.2018/09:15 Uhr
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