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Euro klettert über 1,25 USD · 25.11.2017 17:00 Uhr

Bullenfalle! - Dax kommt nach EZB Entscheid ins rutschen

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Der deutsche Aktienmarkt steht im Zeichen des starken Euro. Der Euro ist während der EZB Pressekonferenz auf 1,2537 US-Dollar geklettert - einen weiteren Höchststand seit nun mehr als drei Jahren. Der ifo Index steigt auf Rekordhoch.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:13min, 25. Januar 2018, 16:34 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Da kann der Draghi gegen den teuren Euro anreden, soviel er will: Der Euro macht während der Pressekonferenz einen Riesensatz auf über 1,25 USD. Und Gründe gibt es genug: Neben der starken Euro-Wirtschaft und einem absehbaren Ende der extrem lockeren Geldpolitik der EZB war für den Euro-Höhenflug zuletzt vor allem eine Dollar-Schwäche verantwortlich. Experten begründen diese unter anderem mit Furcht vor Handelskonflikten sowie Zweifeln an der Wirksamkeit der US-Steuerreform. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump vor gut einem Jahr hat der Euro im Verhältnis zum US-Dollar fast ein Fünftel an Wert gewonnen.
Der Dax hat sich bis zur Pressekonferenz so gut wie nicht bewegt – dann aber schon: Über 150 Punkte vom Hoch ins Tief.
Am Morgen kamen bereits gute Signale von der GfK aus Nürnberg. Die deutschen Konsumenten sind und bleiben in Kauflaune. Deutschland: Mit einem leichten und unerwarteten Anstieg auf jetzt 11 Punkte ermittelt die GfK die Beste Konsumlaune seit 2001 und sieht das Ende der Fahnenstange beim Konsumklima noch nicht erreicht.
Auch die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich zum Jahresauftakt überraschend verbessert und wieder das Rekordniveau vom November erreicht. Das Geschäftsklima stieg im Januar um 0,4 Punkte auf 117,6 Punkte. Experten sind überrascht. Sie hatten mit einem Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers auf 117,0 Punkte gerechnet.

Software AG mit starkem Schlussquartal

NEWS AUS DEM HANDEL 2:47min, 24. Januar 2018, 16:36 Uhr
Die Software AG  hat im Schlussquartal nochmal zugelegt und damit dem starken Euro getrotzt. Allerdings wird man bei der Marge etwas vorsichtiger. Die Software AG peilt eine Marke an zwischen 30 und 32 Prozent. Und damit im schlimmsten Fall weniger als im vergangenen Jahr (31,8 Prozent). Der Gesamtumsatz legte um 2 Prozent auf 268,4 Millionen Euro zu, das bereinigte operative Ergebnis um 9 Prozent auf 98,4 Millionen Euro. Auf Jahressicht erreichte das Unternehmen damit die Finanzziele. Die Aktie ist gut gelaufen und damit „reif“ für Gewinnmitnahmen. Software AG verlieren heute über sieben Prozent.

Ford punktet mit SUVs

Auch Ford legt zum Jahresende nochmal zu. Das Geschäft mit SUVs und Pick-up-Trucks brummt. Im vierten Quartal steigt der Umsatz um sieben Prozent auf 41,3 Milliarden Dollar (33,3 Mrd Euro). Unter dem Strich ergab sich ein Überschuss von 2,4 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro). Damit kehrte Ford in die schwarzen Zahlen zurück. Im vergangenen Jahr stand ein Verlust von knapp 800 Millionen Dollar. Allerdings hatte eine milliardenschwere Abschreibung die Quartalsbilanz außergewöhnlich stark belastet. Trotzdem: Das bereinigte Vorsteuerergebnis sank im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Das liegt an höheren Materialkosten und ungünstigen Wechselkursen.
Ford Aktien verlieren am Nachmittag 3,3 Prozent.
agr/bstv – 25.01.2018/08:30 Uhr
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