Nachrichten

Dax bleibt am Freitag auf Richtungssuche · 26.10.2017 15:00 Uhr

Draghi redet Euro stark – Trump redet Euro schwach

nachdenken-mann-entspannt-detail
Shutterstock.com
Beitrag teilen
Der Dax hat sich heute am frühen Nachmittag stabilisiert und pendelt mit überschaubaren Ausschlägen um den Schlusskurs vom Donnerstag. Noch am Dienstag hatte er mit 13596 Punkten einen Rekord markiert ...

NEWS AUS DEM HANDEL 3:18min, 26. Januar 2018, 14:33 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
... zur Stunde liegt er knapp 300 Punkte tiefer. Misslingt ein neuer Angriff auf die runde Marke von 13 500 Punkten,  kann man von einem Fehlausbruch und einer Trendwende nach unten sprechen. Besser unterwegs sind MDax und TecDax sowie der EuroStoxx50
Der Euro bleibt weiter auf hohem Niveau, wenngleich er sich vom Donnerstaghoch doch wieder entfernt hat. Impulse könnten am Nachmittag kommen von US Wirtschaftsdaten und von Donald Trump, der bei Weltwirtschaftsforum in Davon spricht. Halbleiterwerte legten im Zuge starker Geschäftszahlen des US-Chipherstellers Intel zu. Im Dax gewannen nach holprigem Start Infineon 0,7 Prozent, im TecDax klettern Aixtron um mehr als 2 Prozent. Intel hatte dank starken Wachstums im Geschäft mit Datenzentren sowohl im Schlussquartal als auch im Gesamtjahr 2017 Rekorderlöse verbucht – die Aktie steuert auf einen starken Handelsstart in den USA zu.

Intel macht der Branche Dampf

Der Chip-Hersteller Intel hat sowohl im Schlussquartal als auch im Gesamtjahr 2017 Rekorderlöse verbucht. Das Geschäft mit Datenzentren ist besonders stark gewachsen. Der Umsatz steigt um vier Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar (13,8 Mrd Euro). Allerdings bleibt unterm Strich ein Verlust von 687 Millionen Dollar. Der Grund: Die US-Steuerreform verursachte eine einmalige Abschreibung von 5,4 Milliarden Dollar, insbesondere weil Abgaben auf im Ausland geparktes Vermögen fällig werden. Intel lobte die neuen Steuergesetze jedoch und betonte, 2018 von den niedrigeren Unternehmenssteuern zu profitieren. Intel steht in der Kritik wegen der schwerwiegenden Sicherheitslücken "Meltdown" und "Spectre". Bislang hat Intel noch keine umfassende Lösung für das Problem geliefert. Intel stellte einen deutlichen Umsatzanstieg auf 65 Milliarden Dollar und ein kräftiges Gewinnplus in Aussicht. Zusätzliche Freude am Markt bereitete eine Dividendenerhöhung. Bei Anlegern kam das gut an, die Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund vier Prozent zu und zieht auch Wettbewerber wie Infineon nach oben.

Givaudan wächst stärker als erwartet

Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan hat im vergangen Jahr zugelegt. Der Umsatz stieg um 4,9 Prozent auf 5,1 Milliarden Schweizer Franken (4,6 Mrd Euro). Der Überschuss stieg noch stärker und zwar um knapp 12 Prozent auf 720 Millionen Franken. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 58 Franken erhalten. Im Vorjahr waren es 56 Franken gewesen. Givaudan bekräftigt zudem seine Mittelfristziele. Demnach streben die Schweizer bis 2020 jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5 Prozent an. Trotzdem dreht die Aktie im frühen Handel nach unten. Auch der Wettbewerber Symrise verliert.
Erstellt / Veröffentlicht am 26.01.2018 um 08:30
Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise und Angaben zu möglichen Interessenkonflikten unter: https://www.boerse-stuttgart.de/rechtliche-hinweise