Nachrichten

Trotz Euro-Stärke · 31.01.2018 09:28 Uhr

Infineon übertrifft Erwartungen

Logo Infineon
Quelle: 360b / Shutterstock
Beitrag teilen
Die gute gesamtwirtschaftliche Situation und die anhaltend starken Nachfrage nach Halbleitern für die Autoindustrie haben Infineon ein gelungenes Quartal beschert. Trotz des schwachen US-Dollars, der nun aber den Ausblick drückt.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Das operative Ergebnis lag in den vergangenen drei Monaten bei 283 Millionen Euro, wie das Dax -Unternehmen am Mittwoch in Neubiberg bei München mitteilte. Der Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorquartal sei allerdings saisonal bedingt und dementsprechend erwartet worden.
Der Umsatz ging zum Vorquartal um 2 Prozent auf rund 1,78 Milliarden Euro zurück und entsprach damit exakt der Unternehmensprognose. Das Geschäft mit Chips für die Autoindustrie legte weiter zu. Unter dem Strich verdiente der Halbleiterkonzern wegen geringerer Steuern mit 205 Millionen Euro mehr als im Vorquartal.
Der Markt für Elektromobilität bleibt ein Wachstumstreiber, so Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. Infineon bietet Lösungen für alle Antriebsformen - von Hybrid- bis zu reinen Elektrofahrzeugen. Darüber hinaus profitiert der DAX-Konzern weiterhin von der guten gesamtwirtschaftlichen Lage. Das führt laut Ploss zu einer sehr hohen Nachfrage bei Leistungsbauelementen für unterschiedliche Anwendungen wie beispielsweise Solaranlagen.

Ausblick wird währungsbedingt angepasst

Die Stärke des Euros wird allerdings zunehmend zum Problem. Laut Dr. Reinhard Ploss kann die zunehmende Abwertung des US-Dollars, die sich negativ auf mehr als die Hälfte des Umsatzes und damit auch negativ auf die Marge auswirkt, nicht mehr kompensiert werden. Dementsprechend wurde der Jahresausblick währungsbedingt angepasst. Infineon verbucht einen Großteil seiner Einnahmen in der US-Währung, während die Kosten überwiegend in Euro anfallen. Der Halbleiterhersteller hatte bereits im Spätsommer unter der Dollarschwäche gelitten
Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz nur rund fünf Prozent statt wie bisher geplant neun Prozent wachsen; dabei gilt wie üblich eine Schwankungsbreite von zwei Prozent nach oben und unten. Die operative Marge soll 16,5 Prozent betragen; zuvor waren 17 Prozent avisiert worden.

Infineon-Aktie startet schwächer

Die gesenkten Prognosen belasten die Infineon-Aktie, die am Mittwoch zunächst ein Prozent schwächer in den Handel startete. In einem freundlichen Gesamtmarkt konnte der Kursabschlag allerdings teilweise wieder aufgeholt werden.
Mit einem Plus von über 35 Prozent gehörte die Aktie des Halbleiterherstellers im vergangenen Jahr zu den größten Gewinnern der ersten Börsenliga. Auf Sicht von drei Jahren beträgt das Kursplus rund 140 Prozent und schlägt deutlich die Entwicklung des DAX.
 
Erstellt am 31.01.2018 um 09:25 Uhr
Veröffentlicht am 31.01.2018 um 09:30 Uhr
Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise und Angaben zu möglichen Interessenkonflikten unter:
https://www.boerse-stuttgart.de/rechtliche-hinweise