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Gastbeitrag Commerzbank · 09.02.2018 09:54 Uhr

Dow Jones Industrial: Ausverkauf – das müssen Anleger nun wissen!

gelbes Verkehrszeichen mit der Aufschrift Dow Jones
Quelle: karen roach/Shutterstock
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Was passiert da eigentlich an den Aktienmärkten? Fakt ist: Die Nervosität steigt seit Tagen immer weiter an. Doch ist diese zunehmende Unruhe auch tatsächlich begründet? Sehen wir die Anfänge eines Crashs oder nur eine gesunde Korrektur?

-Gastbeitrag Commerzbank-
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Der Dow Jones Industrial befindet sich in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Vom im Jahr 2009 gesehenen zyklischen Tief bei 6.470 Punkten konnte der Weltleitindex in der Spitze um rund 311 Prozent zulegen. Der laufende Aufwärtsimpuls startete im Januar 2016 bei 15.451 Punkten und gewann ab November 2016 deutlich an Dynamik. Mit dem Erreichen eines Rekordhochs bei 26.617 Punkten am 26. Januar hatte der Index basierend auf dem Wochen- und Monatschart das überkaufteste Niveau seiner langen Geschichte erreicht. Zugleich wiesen extrem euphorische Sentimentwerte auf die Gefahr hin, dass die rekordlange Strecke ohne eine Korrektur von 5 Prozent sich dem Ende zuneigen könnte. Ende Januar startete mit dem Bruch der steilsten der beschleunigten Aufwärtstrendlinien per Abwärtslücke eine Konsolidierung, wobei der MACD-Indikator auf Tagesbasis bereits ein Verkaufssignal generierte. Mit der Verletzung der Supportzone bei 25.656-25.943 Punkten wurde aus der Konsolidierung eine Korrektur, die deutlichere Abgaben wahrscheinlich machte. Der Rutsch unter die wichtige Ziel- und Supportzone 24.689-25.000 Punkte am 5. Februar führte schließlich zu einer Eintrübung auch des mittelfristigen Chartbildes sowie zu einem extremen Anstieg der Volatilität. Am Dienstag startete ausgehend vom Korrekturtief bei 23.779 Punkten ein zweitägiger Pullback an die nun als Widerstand fungierende 50-Tage-Linie. Dem dort am Mittwoch geformten bearishen Doji im Tageschart folgte gestern eine erneute Verkaufswelle bis knapp oberhalb des jüngsten Tiefs. Es bleibt abzuwarten, ob der erneute Test des Tiefs von Erfolg gekrönt sein wird. Sollte im heutigen Handel eine erneute Erholungsbewegung oberhalb von 23.779 Punkten starten, würde ein erneuter Test der kurzfristig relevanten Widerstandszone bei 25.091-25.294 Punkten möglich. Darüber wäre eine Ausdehnung bis 25.533-25.778 Punkte denkbar. Solange diese Hürde nicht per Tagesschluss überwunden wird, bleibt die Gefahr einer anschließenden Fortsetzung der laufenden Korrektur hoch. Ein Rutsch unter das Tief bei 23.779 Punkten per Tagesschluss würde die gestrige Verletzung der Aufwärtstrendlinie vom Tief im November 2016 sowie des 23,6%-Retracements vom Tief im Januar 2016 bestätigen und eine unmittelbare Fortsetzung des Ausverkaufs indizieren. Im Fokus steht dabei als mögliches Ziel zunächst die aktuell bei 22.778 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie, wo sich derzeit auch die übergeordnete Aufwärtstrendlinie befindet. In diesem Dunstkreis wäre mit wieder einsetzendem Kaufinteresse zu rechnen.
 

Quelle: Commerzbank
 
Erhalten von der Commerzbank am 07.02.2018 um 09:33 Uhr.
Veröffentlicht durch Börse Stuttgart am 07.02.2018 um 09:53 Uhr.
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