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Gewinne steigen deutlich · 13.02.2018 09:21 Uhr

Aurubis mit starkem Start

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Quelle: Aurubis/Presse
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Der Kupferhersteller Aurubis ist überraschend stark ins neue Jahr gestartet. Bedingt durch gute fundamentale Rahmenbedingungen stiegen die Gewinne deutlich an. Analysten sind dennoch nur bedingt zufrieden.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Im ersten Geschäftsquartal konnte Aurubis sein operatives Ergebnis vor Steuern auf 79 Millionen Euro steigern. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer satten Steigerung um mehr als 400 Prozent! Selbst unter dem Strich blieb noch ein Gewinn von 60 Millionen Euro, nach 14 Millionen Euro im Vorjahr. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass Aurubis im Vorjahr noch einen Wartungsstillstand im Hamburger Werk sowie negative Bewertungseffekte zu verkraften hatte. Den Umsatz konnte Aurubis immerhin noch um rund 17 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro steigern. Die Analystenerwartungen wurden mehr oder weniger getroffen. Zufrieden, aber nicht euphorisch gibt sich Aurubis-Chef Jürger Schachler: „Das Geschäftsjahr hat für uns sehr gut begonnen, wenn man bedenkt, dass üblicherweise das erste Quartal durch saisonale Effekte schwächer ist“.

Ausblick bestätigt

Belastungen durch den starken Euro konnte Aurubis zuletzt vor allem durch gestiegene Preise für Schwefelsäure, einem Nebenprodukte der Kupferherstellung, kompensieren. Zudem zogen natürlich in den vergangenen Monaten die Kupferpreise wieder an, was zusätzlich den starken Jahresstart bei Aurubis förderte. Nach dem starken Start sieht sich Aurubis auf gutem Weg seine Jahresziele zu erreichen. So rechnet der MDAX-Konzern weiterhin mit einem operativen Vorsteuerergebnis auf Vorjahresniveau. 2016/17 hat Aurubis 298 Milliarden Euro verdient.

Aurubis verhandelt mit Wieland-Werken

Bereits gestern kündigte Aurubis an, sich von einem größeren Unternehmensbereich mit 1,3 Milliarden Euro Umsatz und damit mehr als einem Viertel ihrer Mitarbeiter zu trennen. Offenbar steht man bereits in fortgeschritten Verhandlungen mit den Ulmer Wieland-Werken in  um den Verkauf des Segments Flachwalzprodukte, wie Aurubis bereits am Montag mitteilte. Allein in diesem Segment arbeiten aktuell mehr als 1.700 Mitarbeiter. Mitverkauft werden soll ein 50-Prozent-Anteil an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH&Co KG mit 300 Mitarbeitern und 330 Millionen Euro Umsatz, so dass rechnerisch 1900 Stellen bei Aurubis wegfallen und bei Wieland dazukommen könnten.
 
Erstellt am 13.02.2018 um 09:05 Uhr
Veröffentlicht am 13.02.2018 um 09:21 Uhr
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