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Tiefrote Zahlen · 14.02.2018 09:46 Uhr

Uber macht 4,5 Milliarden Dollar Verlust

Taxi
Quelle: Cameris / Shutterstock
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Für den Fahrdienstvermittler lief es 2017 alles andere als rund: In einem von Skandalen geprägten Jahr hat das Unternehmen seine Verluste fast verdoppelt.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Skandale, Führungschaos und Rechtskonflikte – 2017 war ein äußerst turbulentes Jahr für Uber. Auch finanziell lief es nicht rund – Uber schließt das Jahr mit einem Minus von 4,5 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) ab, wie aus einer vom Tech-Portal "The Information" veröffentlichten Präsentation hervorgeht. Damit hat sich der Verlust gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Der Umsatz lag im abgelaufenen Jahr bei 7,4 Milliarden Dollar.
Allerdings konnten die Verluste im Schlussquartal deutlich verringert werden. Hier belief sich das Minus auf 1,1 Milliarden Dollar – ein Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Zugleich stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar an. Das gesamte Buchungsvolumen der über die Uber-App vermittelten Fahrten kletterte um 14 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar.

2017 war von Skandalen geprägt

Im vergangenen Jahr geriet Uber mehrmals in die Schlagzeilen. So musste Travis Kalanick, Mitbegründer und langjähriger Chef im Juni abtreten, nachdem Uber wegen Technologie-Diebstahls verklagt wurde und durch Sexismus- und Diskriminierungsvorwürfe in die Kritik geriet. Sein Nachfolger nach internen Machtkämpfen ist nun der ehemalige Expedia-Chef Dara Khosrowshahi.

Keine Börsennotiz = keine Berichtspflicht

Da Uber nicht an der Börse notiert ist, ist das Unternehmen nicht verpflichtet, regelmäßig Geschäftszahlen vorlegen. Trotzdem veröffentlicht das von Finanzinvestoren gestützte Unternehmen immer wieder Zahlen – so geschehen am Dienstag auf dem Tech-Portal „The Information“.
Uber wurde 2009 ursprünglich als Limousinenservice in San Francisco gegründet und hatte 2013 einen Umsatz von 213 Millionen Dollar. Heute stecken hinter dem Online-Vermittlungsdienste zur Personenbeförderung  unter anderem Benchmark Capital, Goldman Sachs und Google Ventures, First Round Capital, Menlo Ventures und Lowercase Capital als Investoren. 2016 gab auch Toyota bekannt sich an Uber zu beteiligen. Im November 2017 wurde die Beteiligung der japanischen Softbank über ein Konsortium beschlossen.
Uber vermittelt Fahrgäste an Mietwagen mit Fahrer, an private Fahrer mit eigenem Auto sowie an reguläre Taxis. Die Vermittlung erfolgt über eine Smartphone-App oder eine Website. Das Unternehmen erhebt dabei eine Provision von bis zu 20 Prozent des Fahrpreises.
 
Erstellt am 14.02.2018 um 10:35 Uhr
Veröffentlicht am 14.02.2018 um 10:46 Uhr
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