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Betrugsgerüchte belasten Daimler Aktie · 19.12.2017 17:00 Uhr

Dax Erholung ausgebremst

Geschäftsfreu am Arbeitsplatz
Quelle: GaudiLab / Shutterstock.com
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Die Erholungsrally beim Dax schien weiter zu gehen. Doch nach positivem Start dreht der Dax ins Minus. War die starke Vorwoche doch nicht mehr als eine technische Gegenreaktion auf die dramatischen Verluste?

NEWS AUS DEM HANDEL 2:38min, 19. Februar 2018, 16:24 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Fast 3 Prozent hatte er in den vergangenen fünf Handelstagen in der Summe gewonnen.
Heute tut sich der Dax im impulslosen Handel schwer und verliert. Die Börsen in den USA sind wegen eines Feiertages geschlossen.
Auch in vielen anderen asiatischen Ländern blieben die Börsen geschlossen, aber wegen Neujahrsfeierlichkeiten, unter anderem in Hongkong. Auf dem chinesischen Festland sind die Märkte sogar noch bis Mittwoch zu. Die Chinesen feiern das Jahr des Hundes.

Daimler: Bericht über US Ermittlungen belasten

Angeblich hat Daimler ebenfalls Betrugssoftware eingesetzt, um die strengen Diesel-Abgasvorschriften der Amerikaner zu erfüllen. Das schreibt die Bild am Sonntag. Interne Messungen hätten teils verheerende Ergebnisse gebracht. Demnach überschritten Mercedes-Modelle im Straßenbetrieb die Stickoxid-Grenzwerte um mehr als das Zehnfache. Daher habe Daimler, so der Vorwurf, mehrere Softwarefunktionen entwickelt, deren einziger Zweck es sei, die US-Abgastests auf dem Prüfstand zu bestehen. Daimler-Ingenieure hätten in internen Mails selbst angezweifelt, dass diese Funktionen legal sind.

Siemens Healthineers gehen an die Börse

Siemens hat offiziell den Startschuss für den Börsengang seiner Medizintechniktochter Healthineers gegeben. Damit könnte der IPO schon im März über die Bühne gehen. Auf eine Zeitspanne wollte sich Siemens selbst noch nicht festlegen und bleibt bei früheren Aussagen eines Börsengangs innerhalb der ersten Jahreshälfte. Mit erwarteten Einnahmen von mehreren Milliarden Euro wäre der Börsengang wäre einer der größten der vergangenen Jahre. Analysten trauen Healthineers einen Marktwert von 30 Milliarden bis 40 Milliarden Euro zu

Nestle droht Boykott

Der Streit des schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé mit europäischen Einzelhändlern über die Höhe der Produktpreise ist offenbar eskaliert. Die Händlerallianz Agecore will it einem Bestellstopp für Nestlé-Produkte bessere Konditionen erzwingen. Zum Einkaufsbündnis zählen neben dem schweizer Einzelhändler Coop auch Edeka aus Deutschland und Intermarché aus Frankreich.
Laut einem Artikel der "Lebensmittel-Zeitung" (online) hat in Deutschland außerdem Edeka seinen 4000 selbstständigen Einzelhändlern bereits eine fünfseitige Liste mit 163 Nestlé-Produkten geschickt, die nach und nach aus dem Sortiment genommen werden sollen.