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Euro unter Druck · 21.01.2018 14:30 Uhr

Anleger bleiben nervös

Frau in Angst
Quelle: Ipatov / Shutterstock
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Schwache Vorgaben von der Wall Street belasten den Dax. Unterstützung kommt vom günstigeren Euro. Insgesamt bleibt die Lage an den Aktienmärkte trotz der jüngsten Erholung angespannt. Der Dax startet tiefer.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:01min, 21. Februar 2018, 15:23 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Der Start in die neue Börsenwoche ist den US-Aktien am Dienstag missglückt. Nach dem Feiertag am Montag gab der Dow ein Prozent ab. Belastet wurde der Dow neben Gewinnmitnahmen auch vom Kurseinbruch bei Wal-Mart. Nach schwachen Ergebnissen des Handelsriesen sackten sie um mehr als 10 Prozent ab.
Asiens Aktienmärkte verweigerten die Gefolgschaft und haben freundlich tendiert. Japans Leitindex Nikkei legte 0,2 Prozent zu. In Hongkong klettert der Hang-Seng-Index mit 1,7 Prozent deutlich ins Plus. Die Börse in Festland-China blieb allerdings auch am Mittwoch geschlossen. Dort wird wegen des Neujahrsfests weiterhin nicht gehandelt.
Der Dax verliert nach schwachem Start weiter und fällt unter 12.400 Punkte. Somit scheint das Aufbäumen am Dienstag nur ein Strohfeuer gewesen zu sein.

O2 Mutter Telefonica in roten Zahlen

Der Mobilfunker Telefonica Deutschland kämpft weiter gegen den schwindenden Umsatz und rutscht unterm Strich tiefer in die roten Zahlen. Telefonica will stärker auf Internetnutzung setzen und die Preise stabil halten. In diesem Jahr bleibt der Umsatz des TecDax-Schwergewichts weitgehend unverändert. Das bereinigte Ergebnis lag im vierten Quartal mit plus 1,4 Prozent bei 499 Millionen Euro etwas besser als von Analysten zuvor gedacht. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen aber tiefer in die roten Zahlen. Es steht nun ein Fehlbetrag von 381 Millionen Euro in den Büchern. O2 leidet nach wie vor unter hohen Abschreibungen als Folge der milliardenschweren E-Plus-Übernahme Ende 2014. Telefonica Aktien klettern im frühen Handel 3,1 Prozent, drehen dann aber zu Mittagszeit ins Minus.

MTU legt zu

Der Münchner Triebwerksbauer MTU hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt und stockt die Dividende auf.
Der operative Gewinn klettert um rund 21 Prozent auf knapp 607 Millionen Euro. Damit übertraf MTU die Erwartungen der Analysten. Die Dividende soll von 1,90 auf 2,30 Euro steigen.
Allerdings ist der Ausblick zurückhaltend: knapp 100 Triebwerke müssen wegen eines Fehlers umgerüstet werden. Das lastet auf dem Kurs. MTU Aktien verlieren in der Spitze über vier Prozent.

Deutsche Börse mit Zahlen

Die Deutsche Börse hatte am Abend Zahlen vorgelegt und die Erwartungen im Schlussquartal 2017 erfüllt. Auch der Ausblick für 2018 stimmt zuversichtlich. Für das laufende Geschäftsjahr plant die Deutsche Börse mit mindestens 5 Prozent Wachstum auf der Umsatzseite. Der Überschuss soll um mindestens 10 Prozent zulegen.
Erstellt / Veröffentlicht am 21.02.2018 um 08:29
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