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DAX, Dow Jones und Co. · 21.02.2018 10:00 Uhr

Walmart enttäuscht

Walmart Filiale
Quelle: fotomak / Shutterstock.com
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Während am deutschen Aktienmarkt wieder Zugewinne verbucht werden konnten, endete gestern im Dow Jones eine sechs Handelstage andauernde Gewinnserie. Auf der Stimmung lasteten enttäuschende Quartalszahlen von Walmart.

- Gastbeitrag Commerzbank -
Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag nach einem über weite Strecken recht lustlosen Geschäft Zugewinne verbuchen. Als Stütze fungierte ein schwächerer Euro. Der DAX verbesserte sich um 0,82 Prozent auf 12.488 Punkte. MDAX und TecDAX rückten um 0,94 und 1,10 Prozent vor. Unter den 110 größten Werten gab es 86 Gewinner (79%) und 23 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 77 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 89,8 Millionen Aktien (Vortag: 69,0) im Wert von 3,67 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,25). Stärkste Sektoren waren Technologie (+2,13%), Chemie (+1,64%) und Industrie (+1,40%). Die einzigen Verlierer auf Sektorenebene waren Rohstoffwerte (-0,55%), Automobile (-0,36%) und Einzelhandel (-0,06%). Infineon setzte sich mit einem Plus von 2,22 Prozent an die DAX-Spitze. Der Chipwert profitierte von der wieder aufkommenden Konsolidierungsfantasie in der Branche. Linde und Deutsche Bank notierten dahinter mit Aufschlägen von 1,95 und 1,51 Prozent. Deutsche Börse verlor am Indexende vor der am Abend erfolgten Zahlenvorlage 0,61 Prozent. VW und BMW gaben um 0,60 und 0,55 Prozent nach.
An der Wall Street endete für den Dow Jones Index nach dem verlängerten Wochenende eine sechs Handelstage andauernde Gewinnserie. Der Weltleitindex schloss 1,00 Prozent tiefer bei 24.965 Punkten. Auf der Stimmung lasteten enttäuschende Quartalszahlen des weltgrößten Einzelhändlers Walmart, die dessen Aktie um 10,18 Prozent einbrechen ließen. Der technologielastige Nasdaq 100 konnte um 0,13 Prozent auf 6.780 Zähler zulegen. 64 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 67 Prozent. 62 neuen 52-Wochen-Hochs standen 46 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Technologie mussten Abgaben hinnehmen. Am stärksten verloren Consumer Staples und Versorger.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg um 0,58 Prozent auf 89,70 Punkte. EUR/USD fiel um 0,56 Prozent auf 1,2335 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fiel das Pfund Sterling durch Stärke auf. Hier stützte ein Medienbericht, wonach Großbritannien einen privilegierten Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten könnte. Auffällig schwach präsentierte sich der Yen mit einer technischen Gegenbewegung nach der jüngsten Rally.
Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte um 0,14 Prozent auf 444,20 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,94 Prozent auf 65,05 USD. Der Preis für US-Erdgas legte um 2,39 Prozent auf 2,66 USD zu. Comex-Kupfer sackte um 1,95 Prozent auf 3,19 USD ab. Alle Edelmetalle standen mit dem steigenden US-Dollar unter Druck. Gold verlor 1,84 Prozent auf 1.331 USD (1.078 EUR). Silber, Platin und Palladium fielen zwischen 0,77 und 1,87 Prozent.
Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite einen Basispunkt fester bei 0,52 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,73 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,06 Prozent fester bei 158,38 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete einen Basispunkt höher bei 2,88 Prozent.
Heute richtet sich der Fokus von der Makroseite auf die Februar-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die Eurozone und die USA. Am Abend steht das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung im Blick. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Telefonica Deutschland, MTU Aero Engines, OMV, Orange, Lloyds Banking Group, Glencore und Iberdrola. Am Vormittag findet die Bilanz-PK bei der Deutschen Börse statt. Am Nachmittag gibt es die Bilanz-PK von Hochtief.
Erhalten von der Commerzbank am 21.02.2018 um 09:04 Uhr.
Veröffentlicht durch Börse Stuttgart am 21.02.2018 um 10:00 Uhr.
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