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Anleihenbericht der Börse Stuttgart · 17. März 2017

US-Notenbank setzt Normalisierung Ihrer Geldpolitik fort

holländische Wahlplakate
Quelle: Shutterstock
Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Wahlen in den Niederlanden und des Fed-Zinsentscheides. In beiden Fällen blieben größere Überraschungen aus, was für leichte Entspannungstendenzen an den Finanz-Märkten sorgte.

Getrieben vom Ausgang der Parlamentswahl in den Niederlanden kletterte der Dax am Donnerstag in der ersten Handelsstunde auf über 12.175 Punkte, den höchsten Stand seit April 2015. Die Partei des Rechtspopulisten und EU-kritischen Geert Wilders schnitt zwar besser als bei der letzten Abstimmung ab, doch mit rund 13 Prozent der Stimmen lag das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen. Zuvor hatten bereits die US-Börsen wieder zulegen können, nachdem die Notenbank Fed wie erwartet den Leitzins um 0,25 Punkte auf 0,75 bis 1,00 Prozent angehoben hatte. Zudem stellten die Währungshüter weitere moderate Zinserhöhungen in diesem Jahr in Aussicht – ganz wie von den Marktteilnehmern erhofft. An den Märkten hatte es zuvor Spekulationen gegeben, dass die Fed noch drei solcher Schritte andeuten könnte.

Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise knüpften am Donnerstag an die Erholung vom Vortag an und legten weiter zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Mittag 52,19 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im April stieg auf 49,19 Dollar. Ein überraschender Rückgang der Ölreserven in den USA habe den Ölpreisen weiter Auftrieb gegeben, heißt es von Marktbeobachtern. Es war der erste Rückgang nach neun Wochen in Folge mit steigenden Ölvorräten. Experten hatten erneut mit einem Anstieg gerechnet.

Bundes-/Staatsanleihen

Mit der Feierlaune an den Aktienmärkten waren Bundesanleihen am Donnerstag weniger gesucht. Deutsche Staatsanleihen tendierten deutlich schwächer. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um fünf Basispunkte auf 0,46 Prozent. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Mittag bis auf 159,44 Punkte.
Obwohl die Zinserhöhung in den USA vom Markt so erwartet worden war, reagierten die US-Anleihen mit deutlichen Renditerückgängen. Zugleich geriet der Dollar unter Druck. Die als zinssensitiv geltende Rendite zweijähriger Treasuries fiel um fast zehn Basispunkte auf 1,31 Prozent, während der Dollar-Index, der den Wert des Greenback gegenüber sechs anderen Industrieländer-Währungen abbildet, um 1 % nachgab.
dr
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