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schwacher ifo: Stimmung trübt sich ein · 22.01.2018 16:30 Uhr

Zinsangst! Fed Protokoll entsetzt Anleger

Mann schiebt Auto
Quelle: Tong_stocker / Shutterstock
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Anleger rechnen mit einer kräftigen Zinsanhebung der Fed im März und schicken den Dax deutlich ins Minus. Unklar ist, wie es danach weiter geht. Im Dezember hatte die Fed für 2018 drei Zinsschritte nach oben in Aussicht gestellt.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:28min, 22. Februar 2018, 16:01 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gesunken um 7.000 auf 222.000 Anträge. Analysten hatten mit 230 000 Anträgen gerechnet.
Anhänger der Zinsanhebungsphantasie mögen hier herauslesen, dass die Fed die Zinsen anhebt, weil die Wirtschaft brummt.
Aber ist eine brummende Wirtschaft nicht gut für Unternehmensgewinne?
Dagegen tritt die deutsche Wirtschaft tritt auf die Euphoriebremse,
Das ifo Geschäftsklima fiel um 2,2 Punkte auf 115,4 Zähler. Analysten hatten mit einem wesentlich geringeren Rückgang auf 117 Punkte gerechnet. Allerdings erfolgt der Rücksetzer von hohem Niveau aus. Im Januar war Deutschlands bedeutendster konjunktureller Frühindikator auf einen Rekordstand gestiegen.
Wichtig außerdem sowohl für Autobauer wie Autofahrer: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelte heute über mögliche Fahrverbote für Diesel-Autos in deutschen Städten. Das Urteil wird kommende Woche erwartet.
Der Dax gibt sich heute sehr volatil – die Anleger entsprechend nervös:
Gestartet bei 12.350 Punkten – gefallen unter 12.300 und wieder gestiegen über 12.400

Gewinnsprung bei der Telekom

Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnanstieg verbucht. Sie profitiert über die Tochter T Mobile US von der Steuerreform der Amerikaner. Der Konzernüberschuss kletterte um knapp 30 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Allein aus der US-Steuerreform stammten davon 1,7 Milliarden Euro. Überraschend gut verlief im vierten Quartal das Geschäft in Deutschland. Die Dividende für T-Aktionäre soll um 5 Cent auf 0,65 Euro je Aktie steigen.

Henkel mit Umsatzrekord

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat 2017 Rückenwind von seinem Klebstoffgeschäft erhalten. Auch die Zukäufe zahlten sich aus: Der Umsatz steigt um 7 Prozent und klettert zum ersten Mal über 20 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) zog um gut 9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro an. Unter dem Strich verdiente Henkel 2,5 Milliarden Euro und damit knapp 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Den Aktionären winkt eine Dividende von 1,79 Euro – 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

ProSiebenSat1 besser als erwartet

Das vergangene Geschäftsjahr schloss ProSiebenSat.1 etwas besser ab als erwartet. Vor allem das Digitalgeschäft ist gut gelaufen. Unterm Strich verdient der Sender 471 Millionen Euro, sechs Prozent mehr. Auch beim Umsatz erfüllt ProSieben die Prognose: er klettert um sieben Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr hat sich der neue Konzernchef Max Conze ein weiteres Umsatzplus sowie eine Ebitda-Marge im mittleren 20-Prozentbereich vorgenommen
Erstellt / Veröffentlicht am 22.02.2018 um 08:38
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