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Nach Erfolgsjahr 2017 · 27.02.2018 08:52 Uhr

BASF ist nur moderat optimistisch für 2018

Sunset with large oil tanker and oil terminal BASF
Quelle: fokke baarssen/Shutterstock
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Die groben Eckdaten waren bereits seit Januar bekannt: 2017 war für BASF ein äußerst erfolgreiches Jahr! Für das laufende Geschäftsjahr ist man nicht mehr ganz so optimistisch. Das muss jedoch nichts heißen...

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Im vergangenen Jahr lief es bei BASF geradezu prächtig. Der Umsatz zog, vor allem dank gut laufender Geschäfte mit Basischemikalien, um 12 Prozent an und das EBIT stieg sogar um ein Drittel. So weit, so bekannt. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang jedoch besonders die sehr starke Margenentwicklung, was sich besonders deutlich am gestiegenen EBIT manifestiert, wie auch BASF-CEO Kurt Bock in seinem „Brief an die Aktionäre“ betont: „Beim Ergebnis legten wir noch kräftiger [Anm.: im Vergleich zum Umsatz], um rund ein Drittel, zu. Wir erzielten ein EBIT vor Sondereinflüssen von 8,3 Milliarden €. […] Die höheren Margen und Mengen im Geschäft mit Basischemikalien und Zwischenprodukten überkompensierten niedrigere Margen in unseren kundennäheren Geschäften deutlich.“ BASF musste bereits Mitte Januar in einer Pflichtmitteilung darüber informieren, dass Umsatz und EBIT „erheblich“ besser ausgefallen sind, als von Analysten im Vorfeld erwartet.

Nachlassende Margenentwicklung erwartet

Für das laufende Jahr gibt man sich bei dem Ludwigshafener DAX-Konzern jedoch nicht mehr ganz so optimistisch. Einen deutlichen Gewinnsprung von mehr als elf Prozent erwartet der Chemieriese im Öl- und Gasgeschäft sowie in den Spezialchemie-Segmenten. Doch vor allem im Basischemiegeschäft erwartet man einen deutlichen Dämpfer und geht davon aus, dass hier das bereinigte EBIT mehr als elf Prozent unter dem Vorjahreswert bleiben wird. Das ist insofern nicht ganz unproblematisch, als dass das Basischemiegeschäft im vergangenen Jahr mehr als 50 Prozent zum operativen Ergebnis beigetragen hat. Dennoch muss man festhalten, dass BASF für eher konservative Prognosen bekannt ist, wie auch die Pflichtmitteilung von Januar verdeutlicht. Grundsätzlich rechnet man jedoch auch bei BASF mit „soliden volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen“. Kurt Bock: „Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft und die Chemieproduktion auf dem Niveau von 2017 wachsen werden.“ Nur die Margenentwicklung wird wohl nicht mehr ganz so lukrativ ausfallen wie zuletzt.

Aktie technisch angeschlagen?

Die BASF-Aktie hatte zuletzt den einen oder anderen Rückschlag zu verkraften. Stand heute notiert die Aktie gut 10 Euro leichter, als noch im Januar. Vor allem aus Sicht einiger technischer Analysten scheint die Aktie derzeit angeschlagen, insbesondere nachdem die Aktie – zumindest kurzzeitig – unter die 200 Tage-Linie gefallen ist. Auf Monatssicht steht zudem immerhin ein Minus von fast zehn Prozent zu Buche. Vielleicht hilft die Aussicht auf eine höhere Dividende der BASF-Aktie wieder auf die Beine. Die Dividende für 2017 soll auf 3,10 Euro angehoben werden. Das wären immerhin 10 Cent mehr als im Vorjahr.
 
Erstellt am 27.02.2018 um 08:45 Uhr
Veröffentlicht am 27.02.2018 um 08:52 Uhr
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