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Euro und Ölpreis knicken ein · 01.02.2018 17:00 Uhr

Dax: Warm anziehen – Zinssorgen belasten

Abwärtsbewegung
Quelle: Who is Danny / Shutterstock.com
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Die US Wirtschaft brummt - das könnte die Fed dazu verleiten, die Zinsen unter dem neuen Chef Powell rascher anzuheben, so die Befürchtung der Anleger. Anleihen würden attraktiver – Aktien weniger. Der Dax hat im Februar knapp 6 vH verloren

NEWS AUS DEM HANDEL 2:13min, 01. März 2018, 16:20 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Es sind also in erster Linie die Sorgen vor steigenden Zinsen, die den Markt belasten.
Nach schwachem Start knickt der Dax immer weiter ein. Es rückt die Marke von 12.200 gefährlich nahe. Und mit einem schwachen Start der US Börsen rutschte der Dax dann tatsächlich unter die 12.200 Punkte. Das Minus vergrößerte sich also auf über zwei Prozent.

Beiersdorf Zahlen enttäuschen

Beiersdorf hat 2017 mit weniger Gewinn abgeschlossen. Der Gewinn sinkt um 5,2 Prozent auf 689 Millionen Euro. Belastungsfaktoren sind der starke Euro und  Wertverluste bei Finanzanlagen. Im laufenden Jahr rechnet Beiersdorf wieder mit einem "signifikant höheren" Gewinn. Der Umsatz steigt um knapp sechs Prozent auf 7,1 Mrd Euro. Klebstoff und Nivea sind gut gelaufen. Schlecht kommt an, dass die Marge im Jahr 2018 bei 15,4 Prozent stagnieren dürfte. Nichts Neues von der Dividende. Aktionäre bekommen wie seit Jahren magere 70 Cent.

Zalando mit Gewinnrückgang

Der Modehändler Zalando hält trotz Gewinnrückgang 2017 an seinen Wachstumszielen fest: Zalando will einen Marktanteil von fünf Prozent erreichen. Derzeit liege der Anteil bei 1,3 Prozent. In diesem Jahr will Zalando in zwei weiteren europäischen Ländern an den Start gehen - momantan sind es 15. Zudem kommen im März Kosmetikprodukte ins Sortiment. Für 2018 peilt Zalando erneut ein Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent an, nachdem es im Vorjahr einen Zuwachs von 23,4 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro gegeben hatte. Zalando hat im vergangenen Jahr rund 244 Millionen Euro in die Logistikinfrastruktur investiert. Das drückt auf den Nettogewinn: Er sinkt von 120,5 auf knapp 102 Millionen Euro.

IPO: Spotify in den Startlöchern

MÄRKTE & MACHER 0:00min, 01. März 2018, 14:48 Uhr
Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify geht in New York an die Börse und hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Es ist einer der größten Tech-Börsengänge der letzten Jahre. Details über etwa den Zeitplan sind nicht bekannt. Ein Termin Ende März scheint möglich. Spotify hat über 70 Millionen zahlenden Abonnenten. Analysten schätzen den Börsenwert auf rund 20 Milliarden Dollar. Spotify ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Auch Geschäftszahlen sind jetzt bekannt geworden: Spotify steigert den Umsatz 2017 zwar um fast 39 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das starke Wachstum wurde jedoch teuer bezahlt - der Verlust nahm von 539 Millionen auf 1,24 Milliarden Euro zu.
Erstellt / Veröffentlicht am 01.03.2018 um 08:33
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