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Alle relevanten Kennzahlen positiv · 06.03.2018 09:42 Uhr

Vonovia: Ziele übertroffen, Dividende soll steigen

Gebäude Essen Eltingviertel
Quelle: Vonovia / Presse
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2017 war ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr für Vonovia. Das Immobilienunternehmen hat gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr verdient und seine Jahresziele übertroffen. Das soll nun auch den Aktionären zu Gute kommen.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Vonovia hat im vergangenen Geschäftsjahr seinen Nettogewinn um fünf Prozent auf 2,41 Milliarden Euro gesteigert. Bereinigt um Sonderfaktoren stieg der operative Gewinn gleich um 12,5 Prozent auf nun 1,34 Milliarden Euro. Die Prognosen von Analysten wurden somit leicht übertroffen. Besonders erfreulich fiel die vielleicht wichtigste Kennzahl für den Immobilienbetreiber aus: Der operative Gewinn nach laufenden Zinsen und Steuern – das sogenannte „Funds from Operations“ (FFO) 1 – stieg um ganze 21 Prozent auf 920,8 Millionen Euro. Somit hat Vonovia gleichzeitig das obere Ende der eigenen Zielspanne erreicht beziehungsweise dieses sogar leicht übertroffen. Somit haben sich alle relevanten Kennzahlen positiv entwickelt und lagen mitunter sogar über den eigenen beziehungsweise über den Erwartungen von Analysten. Insofern verwundert es nicht wirklich, dass sich auch der Vorstand äußerst zufrieden gibt. Vonovia-CEO Rolf Buch: „es ist inzwischen fast fünf Jahre her, dass wir mit unserem damals neuen Geschäftsmodell an die Börse gegangen sind. Unser Ziel war ambitioniert: Wir wollten mit unserer Strategie nicht weniger als die bis dahin vermeintlich gegenläufigen Interessen unserer Zielgruppen so miteinander vereinen, dass alle davon profitieren: unsere Kapitalgeber, unsere Mieter, unsere Mitarbeiter und auch die Gesellschaft. Heute wissen wir: Unser Ansatz funktioniert bestens.“

Optimistischer Ausblick

Für das laufende Jahr gibt man sich bei Vonovia ebenfalls optimistisch. Rolf Buch: „2018 wollen wir unseren Weg erfolgreich fortsetzen und unsere führende Position im Wohnimmobilienmarkt weiter stärken. Dazu arbeiten wir an der weiteren Verbesserung unseres Kundenservices und am Ausbau unseres Dienstleistungsgeschäfts. Ein neues Angebot, von dem wir uns eine gute Entwicklung erhoffen, sind Energiedienstleistungen und der Energievertrieb.“ In nackten Zahlen heißt das konkret, dass Vonovia für das laufende Geschäftsjahr mit einem FFO 1 in Höhe von 960 bis 980 Millionen Euro plant. Erreicht werden soll dieses Ziel allerdings nicht nur über den deutschen Markt. Für das laufende Jahr plant Vonovia eine weitere Internationalisierung seines Kerngeschäfts, da die „Chancen und Herausforderungen in vielen europäischen Metropolregionen […] mit denen in Deutschland vergleichbar“ sind. Im Zuge dessen schloss Vonovia bereits im vergangenen Herbst eine Partnerschaftsvereinbarung mit der französischen SNI. Die Eingliederung der österreichischen Buwog ist weiterhin in vollem Gange und nach Konzernangaben bereits zu 93 Prozent abgeschlossen. Zum nachhaltigen Erfolg beitragen soll künftig Jürgen Fitschen. Wie das Unternehmen bereits gestern bekannt gegeben hat, soll Fitschen künftig den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen.

Dividende soll steigen

Der Erfolg von Vonovia hat sich insbesondere im vergangenen Jahr sehr deutlich am Aktienkurs widergespiegelt. Allein 2017 legte der Kurs der Vonvoia-Aktie um etwas mehr als ein Drittel zu und konnte somit den Gesamtmarkt locker „outperformen“. Doch damit nicht genug: Auf der kommenden Hauptversammlung will der Vorstand eine Erhöhung der Dividende um 20 Cent auf dann 1,32 Euro pro Aktie vorschlagen.
 
Erstellt am 06.03.2018 um 08:55 Uhr
Veröffentlicht am 06.03.2018 um 09:10 Uhr
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