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Marktbericht: update von 15:00 Uhr · 09.02.2018 15:00 Uhr

US-Wirtschaft zeigt kräftiges Stellenwachstum - Trump erlässt umstrittene Strafzölle

Stahlproduktion
Quelle: zhang sheng / Shutterstock.com
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Nachdem zuletzt über die Pläne von Donald Trump zur Erhebung von Strafzöllen diskutiert wurde, stehen heute vor allem Konjunkturdaten im Fokus. Die deutsche Handelsbilanz und der starke US-Arbeitsmarktbericht hinterlassen Wirkung.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:01min, 09. März 2018, 15:04 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 09.03.2018 -
US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag im Weißen Haus zwei Proklamationen. Demnach treten in 15 Tagen Zölle in Höhe von 25 Prozent auf eingeführten Stahl und von zehn Prozent auf Aluminium in Kraft. Danach rief er den betreffenden Firmen zu: "Wenn ihr Steuern vermeiden wollt, produziert in Amerika!"
Die Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium sollen die heimische Industrie schützen und ihm die Gunst der Arbeiterschaft sichern. "Ich verteidige heute die nationale Sicherheit Amerikas, indem ich Importe von Stahl und Aluminium mit Zöllen belege", sagte Trump.
Diskussionen über die umstrittenen Maßnahmen des US-Präsidenten hatten das Geschehen an den Börsen tagelang überschattet. Heute rücken Konjunkturdaten in den Vordergrund.
So sind die deutschem Importe im Januar zum Vormonat um 0,5 Prozent auf 111,0 Milliarden Euro zurückgegangen. Zum Vorjahresmonat ergibt sich jedoch ein Plus von 8,6 Prozent. Die Importe gaben zum Vormonat ebenfalls um 0,5 Prozent auf 89,7 Milliarden Euro nach. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen sie aber um 6,7 Prozent. Daraus ergibt sich ein Außenhandelsüberschuss in Höhe von 21,3 Milliarden Euro. Alle Werte sind kalender- und saisonbereinigt.
Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für den Monat Februar brachte einige Überraschungen mit sich. So sind außerhalb der Landwirtschaft 313.000 neue Jobs geschaffen worden. Ökonomen hatten im Schnitt nur mit 204.000 neuen Stellen gerechnet, nach ursprünglich gemeldeten 200.000 im Vormonat. Aber auch die Angaben aus dem Januar wurden inzwischen um 54.000 nach oben revidiert. Die in einer separaten Statistik ermittelte Arbeitslosenquote bleibt bei 4,1 Prozent.
Die Stundenlöhne stiegen durchschnittlich nur um 0,1 Prozent. Hier hatten Experten ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet. Noch vor einem Monat hatte ein starker Anstieg die Sorge vor rascher anziehenden Leitzinsen geschürt und die Aktienmärkte weltweit belastet.
Der DAX liegt inzwischen bei 12.400 Punkten mit 0,3 Prozent im Plus, nachdem er vor den Daten zunächst schwächer tendiert hatte.
 
Erstellt am 09.03.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 09.03.2018, um 15:00 Uhr.
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