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Charttechnik · 13.03.2018 13:45 Uhr

US Inflation könnte Dollar Aufwind geben – das müssen Anleger nun wissen!

US-Dollar-Noten auf einem Chart
Quelle: Powerphotos/Shutterstock
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Heute liegt der Fokus auf den Preisdaten aus den USA. Hier dürften wieder die USD-Bullen auf ihre Kosten kommen. Denn Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate im Februar.

- Gastbeitrag von Antje Praefcke (Analyst FX & EM Research Commerzbank) -
USD: Nachdem die Lohnzuwächse im Arbeitsmarktbericht am Freitag mit „nur noch“ 2,6% einige Marktteilnehmer enttäuscht haben dürften und die Taube im FOMC Charles Evans (Chicago Fed, nicht stimmberechtigt) sich auch nochmal kurz vor der Redesperre vor der nächsten Fed-Sitzung kommende Woche für langsamere Zinserhöhungen ausgesprochen hat, liegt der Fokus heute auf den Preisdaten aus den USA. Hier dürften wieder die USD-Bullen auf ihre Kosten kommen. Denn unserer Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate von 2,1% auf 2,3% im Februar (Konsens 2,2%), wobei die Kernrate bei 1,8% verharren dürfte. Ein „Überschießen“ der Inflation, wie einige befürchten, steht daher nicht zur Debatte, wohl aber allmählich zunehmender Preisdruck, der für weitere Zinserhöhungen spricht. Wobei nächste Woche weniger die Tatsache, dass die Fed den Leitzins anheben wird, von Interesse ist, sondern zum einen die „Dots“, also die Erwartungen der FOMC-Mitglieder für den Leitzins, und zum anderen die Einschätzungen im Statement. Schließlich ist nach den Äußerungen in den letzten Wochen der Eindruck einer etwas falkenhafteren Fed entstanden, wofür der Markt im Statement nach Bestätigung suchen wird. Ein positiver Ausblick für Wirtschaft und Inflation würde dem Dollar Rückenwind verleihen. Den Grundstein für mehr Dollarstärke könnten dabei heute schon die heutigen Inflationszahlen legen.

Quelle: Commerzbank

Norwegen: Weiterhin expansive Geldpolitik notwendig

NOK: Liebe Norges-Händler, freut Euch nicht zu früh. Nur weil nach der Änderung des Inflationsziels der Norges Bank von 2,5% auf 2,0% jetzt plötzlich mit den Januarzahlen das Inflationsziel erreicht ist, heißt das noch lange nicht, dass die Norges Bank bald den Leitzins anheben wird und deshalb die Krone aufwerten muss. Noch auf ihrer Sitzung im Januar stellte die Norges Bank fest, dass weiterhin eine expansive Geldpolitik notwendig sei. Denn die Kapazitätsauslastung liegt weiterhin noch unter dem normalen Niveau. Außerdem prognostizierte die Norges Bank in ihrem letzten Geldpolitischen Bericht eine Inflationsrate von 1,9% für 2018 und 1,8% für 2019. Bereits seit langem hatte die Norges Bank also sowieso mit einer deutlich niedrigeren Inflationsrate als das Inflationsziel gerechnet und trotzdem eine erste Zinsanhebung vor Jahresende signalisiert. Diese Haltung wird sie aufgrund einer einzigen Inflationszahl (Januar: +2,2%, Kernrate +1,4%), die plötzlich über dem neuen Inflationsziel liegt, auch nicht ändern, zumal sie die Flexibilität in der Zielerreichung betont – was bedeutet, dass die Inflation das Ziel auch mal über- oder unterschießen kann, solange sie mittelfristig auf oder am Ziel liegt. Insofern dürfte die Norges Bank diese Woche erst noch weitere Zahlen abwarten wollen. Aber sie kann natürlich dank des neuen Inflationsziels mit mehr Nachdruck betonen, dass eine erste Zinserhöhung im Herbst kommt. Die NOK hat schon nach den Inflationszahlen ordentlich zugelegt, so dass eine kleine Änderung im Wortlaut der Norges Bank ihr nicht mehr viel zusätzlichen Aufwärtsschub geben wird.

Quelle: Commerzbank
Erhalten von der Commerzbank am 13.03.2018 um 09:16 Uhr.
Veröffentlicht durch Börse Stuttgart am 13.03.2018 um 13:45Uhr.
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