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Charttechnische Analyse · 14.03.2018 09:40 Uhr

S&P 500 – Erholung beendet?

S&P 500
Quelle: Imagentle / Shutterstock.com
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Der US-Index S&P 500 bewegt sich seit dem Tief aus dem Jahr 2009 in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Nach dem Allzeithoch im Januar begann ein dynamischer Abverkauf. Gibt es Anzeichen für eine Fortsetzung der Abwärtskorrektur?

- Gastbeitrag Commerzbank -
Der marktbreite US-Index S&P 500 bewegt sich seit dem Tief aus dem Jahr 2009 bei 667 Punkten in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Am 26. Januar erreichte er ein Allzeithoch bei 2.873 Punkten. Dort musste der Index der historisch überkauften Situation in den markttechnischen Indikatoren sowie der extremen Anleger-Euphorie Tribut zollen und vollzog einen dynamischen Abverkauf, der ihn innerhalb von nur zehn Handelstagen um 12 Prozent einbrechen ließ. Mit dem bisherigen Korrekturtief bei 2.533 Punkten testete die Notierung die steigende 200-Tage-Linie erfolgreich und ging in den Erholungsmodus über. Nach einer ersten Erholungswelle bis 2.789 Punkte und einem Rücksetzer bis 2.647 Punkte zeigte der Index zuletzt eine weitere Erholungswelle, die ihn bis gestern in der Spitze auf 2.802 Punkte hinaufführte. Dort – im Dunstkreis eines Fibonacci-Clusters – setzten Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs vom erreichten 6-Wochen-Hoch auf einem 3-Tages-Tief (Schlusskursbasis) bei 2.765 Punkten absacken ließen, womit auch das Februar-Hoch wieder signifikant unterschritten wurde. Damit steigen die kurzfristigen Risiken auf der Unterseite wieder an. Verlässliche Anzeichen für eine Fortsetzung der übergeordneten Abwärtskorrektur vom Rekordhoch entstünden jedoch erst mit einem Rutsch unter die Erholungstrendlinie bei aktuell 2.705 Punkten sowie unter dem letzten Reaktionstief bei 2.647 Punkten. Solange sich der Index per Tagesschluss oberhalb der nächsten Supportzone bei 2.740-2.746 Punkten halten kann, besteht die Möglichkeit einer weiteren Ausdehnung der Erholungsrally. Ein Tagesschluss oberhalb von 2.813 Punkten würde ein entsprechendes Signal liefern. Dann würde die bedeutendere Widerstandszone 2.852/2.873 Punkte in den Blick rücken. Knapp darüber lässt sich eine weitere Zielzone bei 2.900-2.904 Punkten ausmachen. Kann diese per Tagesschluss überwunden werden, wäre ein weiterer Vorstoß bis 2.965/3.003 Punkte vorstellbar. Unterhalb von 2.647 Punkten würde hingegen der Weg des geringsten Widerstands wieder südwärts weisen. Dann mit potenziellen nächsten Zielen bei 2.574-2.600 Punkten und 2.533 Punkten. Darunter würde sich das mittelfristige Bild deutlicher eintrüben. Mögliche Korrekturziele lauten dann 2.462/2.467 Punkte, 2.322/2.342 Punkte und 2.216/2.252 Punkte.
Erhalten von der Commerzbank am 14.03.2018 um 09:12 Uhr.
Veröffentlicht durch Börse Stuttgart am 14.03.2018 um 09:40 Uhr.
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