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Immobilienkonzern mit Gewinnsprung · 21. März 2017

Deutsche Wohnen: Betongold bleibt eine harte Währung

Wohnungen in einer Grünanlage
Quelle: Shutterstock
Der deutsche Immobiliensektor boomt. Nachdem vor gut zwei Wochen bereits Vonovia vorgelegt hatte, legt heute der heimische Konkurrent Deutsche Wohnen nach. Nach starken Zahlen soll die Dividende um 20 Cent angehoben werden.

Das Geschäft mit Immobilien brummte auch im vergangenen Jahr. Starke Zahlen, egal wohin man blickt: Wie der MDAX-Konzern Deutsche Wohnen heute mitteilte, konnte das operative Ergebnis im vergangenen Jahr um gut 25 Prozent von 304 auf 384 Millionen Euro gesteigert werden. Der Nettoinventarwert (NAV), in der Branche eine gängige Kennziffer, legte wegen weiter steigender Immobilienpreise um fast 30 Prozent auf nun 29,68 Euro je Aktie zu. Auch die Einnahmen aus Vertragsmieten stiegen um mehr als 10 Prozent, auf nun 704,5 Millionen Euro. Alles in allem konnte der Konzerngewinn auf 1,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Dies entspricht einer satten Steigerung von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der starken Zahlen wollen Vorstand und Aufsichtsrat eine Erhöhung der Dividende um 20 Cent auf 0,74 Euro vorschlagen.
 

Nachfrage in Ballungszentren steigt

Vor allem in Ballungszentren ist der Bedarf nach Wohnraum unverändert hoch. „Dies spiegelt sich im Wertzuwachs von rund EUR 2,7 Mrd. im Rahmen der Portfoliobewertung wider. Dabei steuerte der Kernmarkt Berlin mit rund EUR 2,4 Mrd. das größte Wachstum bei“, so die Deutsche Wohnen in einer Pressemitteilung. Der Fokus soll demnach auch weiterhin vor allem auf deutschen Ballungszentren liegen, da hier der Bedarf nach Wohnraum am größten ist und die Renditen am lukrativsten erscheinen. Michael Zahn, CEO der Deutsche Wohnen AG: "Unser Fokus auf dynamische Regionen wie Berlin oder Frankfurt, zahlt sich dauerhaft aus. Darüber hinaus profitieren wir von der positiven Entwicklung unserer Heimatmärkte mit attraktiven Wertsteigerungen, die sich in unserem Nettovermögenswert - dem sogenannten NAV - widerspiegeln." Entsprechend optimistisch blickt man bei der Deutsche Wohnen in die Zukunft. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern eine Steigerung der Funds from Operations (FFO I), der vielleicht wichtigsten Kennzahl in der Immobilienbranche, auf 425 Millionen Euro. Das wäre eine erneute Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber 2016.
 

Deutsche Wohnen Aktie mit starkem Jahr

Allein im vergangenen Jahr konnte die Aktie der Deutsche Wohnen um gut 19 Prozent zulegen, womit gleichzeitig Branchen-Benchmarks, aber auch der Gesamtmarkt deutlich out-performed wurden. Für die kommenden Monate gibt man sich, zumindest von Analysten-Seite, ebenfalls durchaus optimistisch: Die Deutsche Bank und auch die UBS bestätigten in dieser Woche ihre Kaufempfehlungen für die Deutsche Wohnen Aktie und setzen ein Kursziel von 37,50 Euro beziehungsweise 38,00 Euro an.
tz