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Umfrage zu Kryptowährungen · 26.03.2018 09:25 Uhr

Anleger wünschen sich einfachen Zugang zum Kryptomarkt

Kryptowährungen
Quelle: Wit Olszewski / Shutterstock.com
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Wie stellen sich Trader den Handel mit Kryptowährungen vor? Das untersuchte eine aktuelle Umfrage der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Der Handel mit Kryptowährungen ist noch nicht massentauglich.

-von Vanessa Helpert, Börse Stuttgart News Redaktion -
Unkompliziert, sicher und schnell verfügbar: So stellen sich Trader den Handel mit digitalen Währungen vor. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage #thefutureofcrypto des FinTechs Sowa Labs. Die Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart Digital Ventures hat dazu über 1.000 Personen online befragt. Die Umfrage zeigt: Immer mehr Anleger interessieren sich zwar für Kryptowährungen, bestehende Krypto-Handelsplätze sind aber noch nicht für ein Massenpublikum geeignet.

Handelsplattformen noch nicht ausgereift

NEWS AUS DEM HANDEL 4:45min, 22. März 2018, 11:49 Uhr
Noch ist es alles andere als einfach, in Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen zu investieren. Die Teilnehmer der Umfrage bemängelten bei den derzeitigen Handelsplattformen für digitale Währungen, dass es oftmals keine Benutzeroberflächen in deutscher Sprache gebe und die Bedienbarkeit kompliziert sei. Vor allem Registrierung und Identitätsnachweis seien häufig zu komplex: Alleine die Eröffnung eines Benutzerkontos dauert meist mehrere Tage – für die rasante Krypto-Welt viel zu lang. Zwei Drittel der Befragten wünschen sich deshalb einen schnelleren Prozess: Zwischen der Eingabe der persönlichen Daten und der Freischaltung zum Handel sollten maximal 24 Stunden liegen. Darüber hinaus bemängeln Anleger auch fehleranfällige Handelsabläufe und die hohen Gebühren beim Kauf digitaler Münzen.

Der typische Krypto-Trader

In der Umfrage spiegelt sich auch wider, dass die breite Masse der Anleger noch nicht mit Kryptowährungen handelt: Während drei Viertel der Teilnehmer bereits Wertpapiere gehandelt haben, hat bislang nur eine Minderheit Erfahrung in der Krypto-Welt gesammelt. Ein Drittel, vornehmlich Männer unter 35 Jahren, besitzt einen Account bei einer Krypto-Plattform. Wiederum zwei Drittel von ihnen haben in mindestens drei Kryptowährungen investiert – sie legen sich in der Regel also nicht auf eine einzige Kryptowährung fest. Auffällig dabei ist auch, dass die Zahl der neu eröffneten Accounts analog zum Bitcoin-Hype sprunghaft anstieg: Die meisten Neuregistrierungen erfolgten im Herbst 2017, als der Preis des Bitcoins steil nach oben ging und in der Spitze knapp 20.000 USD erreichte. Die befragten Krypto-Trader handeln zudem häufig: Drei Viertel von ihnen sind jeden Monat aktiv. Dabei informieren sie sich überwiegend in Onlineforen, Blogs und sozialen Medien über Krypto-Themen.

Es mangelt an Vertrauen und Know-how

Die Umfrage zeigt auch, warum die Mehrheit nicht mit Kryptowährungen handelt: „Viele Befragte vertrauen dem digitalen Geld nicht, halten ein Investment für zu riskant oder haben nicht genügend Know-how“, stellt Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs fest. Ob Krypto-Trader oder nicht: Es herrscht Einigkeit darüber, dass der Markt für Kryptowährungen eher spekulativ ist. Wer nur in traditionelle Finanzprodukte investiert, geht deutlich stärker von einer Blase aus als reine Krypto-Anleger. Unentschieden sind die Teilnehmer hingegen bei der Frage, ob Kryptowährungen eine Alternative zum bestehenden Zahlungssystem sind.
Weitere Informationen zur Sowa Labs und den Umfrageergebnissen hier.
 
Verfasst am 26.03.2018 um 08:30 Uhr
Veröffentlicht am 26.03.2018 um 09:25 Uhr.
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