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Marktbericht: update von 14:30 Uhr · 29.12.2017 14:30 Uhr

Anleger vor Ostern in Kauflaune - DAX über 12.000

Familie feiert Ostern
Quelle: Yuganov Konstantin / Shutterstock.com
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Kurz vor den Osterfeiertagen, durch welche vier Tagen in Folge in Deutschland kein Börsenhandel stattfindet, versuchen viele Anleger, ihre Risiken möglichst gering zu halten. Es gibt allerdings Spekulationen auf eine Fusion im Autosektor.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:09min, 29. März 2018, 11:21 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 29.03.2018 -
Kurz vor dem Osterwochenende kam noch einmal Kauflaune auf. Nach einer bislang recht turbulenten Börsenwoche stieg der DAX heute um 1,2 Prozent auf 12.083 Punkte.
Positiv kann gewertet werden, dass der DAX gestern nicht auf ein weiteres Jahrestief gefallen ist.

Gerüchte über Fusion zwischen Renault und Nissan

Die bereits verbündeten Autobauer Renault und Nissan sollen über eine komplette Fusion verhandeln. Ziel sei wohl ein neuer, gemeinsamer Konzern. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg heute unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Chef Carlos Ghosn, der bei beiden Unternehmen das Sagen hat, treibe das Vorhaben voran und wolle auch dem angestrebten Zusammenschluss vorstehen.
Technisch soll die Fusion demnach so ablaufen, dass Nissan den Renault-Aktionären Papiere eines neuen Konzerns gebe und die Anteilseigner der Japaner ebenfalls Aktien dieser Firma erhielten. Spekulationen über ein mögliches komplettes Zusammengehen gibt es schon länger, Ghosn hatte die Möglichkeit auch nicht ausgeschlossen.
Renault hält derzeit rund 43 Prozent der Anteile von Nissan. Umgekehrt besitzt Nissan rund 15 Prozent der Anteile von Renault.
Bei den Franzosen hat aber auch der französische Staat mit einem Anteil von 15 Prozent ein gewichtiges Wort mitzureden. Zusammen sind die beiden Konzerne an der Börse mehr als sechzig Milliarden Euro wert. Die Aktien von Renault kletterten in Paris nach Handelsbeginn um rund sieben Prozent.

Bericht über mögliche Attacke Trumps belastet Amazon

Vor dem Hintergrund eines Medienberichtes, wonach US-Präsident Donald Trump die Marktmacht von Amazon begrenzen will, ist der Online-Riesen an der Börse unter Druck gekommen. Am Mittwoch fiel der Aktienkurs in der Spitze um mehr als sieben Prozent, zeitweise sank der Börsenwert um rund 53 Milliarden Dollar. Trump sei "besessen von Amazon" und denke laut darüber nach, wie er dem Konzern wettbewerbsrechtlich beikommen könnte, meldete der Informationsdienst Axios unter Berufung auf einen Insider.
Insgesamt stützte die Website ihren Bericht auf fünf Quellen, die das Thema mit dem Präsidenten diskutiert hätten.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sagte bei der täglichen Pressekonferenz, die Trump-Regierung erwäge hinsichtlich Amazon keinen politischen Kurswechsel. Trump hat Amazon wiederholt kritisiert und mit einer "Internetsteuer" gedroht.
Dem US-Präsidenten missfällt offenbar vor allem, dass Konzernchef Jeff Bezos privat Besitzer der "Washington Post" ist. Trump bezichtigt die Zeitung immer wieder, "Fake News" zu verbreiten, ohne dafür Belege zu haben.
Allerdings hatten die Aktien andererer Tech-Unternehmen zur Wochenmitte ebenfalls einen schweren Stand. Im späteren Handel erholten sich die Amazon-Papiere auch wieder etwas und schlossen letztlich 4,5 Prozent schwächer.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1973

In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit 45 Jahren gefallen. In der vergangenen Woche ging die Zahl der Erstanträge um 12.000 auf 215.000 zurück, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Zuwachs auf 230.000 Anträgen erwartet.
Die Zahl der Erstanträge liegt damit weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Mit 215.000 Anträgen wurde der tiefste Wert seit Januar 1973 erreicht.
Die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe wurden vom Arbeitsministerium umfangreich revidiert. Diese Revision findet einmal pro Jahr statt. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fiel die Zahl der Erstanträge um 500 auf 224.500.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Erstellt am 29.03.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 29.03.2018, um 14:30 Uhr. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise und Angaben zu möglichen Interessenkonflikten unter: https://www.boerse-stuttgart.de/rechtliche-hinweise