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Jahresprognose bestätigt · 04.05.2018 09:54 Uhr

BASF: Eurostärke dämpft Wachstum

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Thorsten Frisch / shutterstock.com
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Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hatte im ersten Quartal etwas unter der zunehmenden Euro-Stäke zu leiden. Trotzdem war der Start in das laufende Geschäftsjahr durchaus ordentlich. Das sahen zuletzt auch die Aktionäre wieder so.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Es ist nicht unbedingt überragend was BASF seinen Investoren heute präsentierte, aber definitiv grundsolide. So sank zwar der Umsatz aufgrund negativer Währungseffekte gegenüber dem Vorjahr, allerdings nur um ein mageres Prozent. Angesichts der jüngsten Eurostärke ist das fast schon wieder ein durchaus positives Ergebnis. In Summe erzielte der Chemieriese einen Umsatz in Höhe von 16,6 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr sogar leicht, um drei Prozent, gesteigert werden und lag zuletzt bei 2,52 Milliarden Euro. Augenscheinlich profitiert BASF demnach von einer anhaltend positiven Margenentwicklung was den Aktionären besonders gut gefallen dürfte. Auch ein Konkurrenzvergleich dürfte die Laune vieler Anleger auf der heutigen Hauptversammlung heben: BASF startete deutlich besser in das laufende Geschäftsjahr als die Konkurrenz um Dow-Dupont oder Akzo. Beide Unternehmen hatte zuletzt Gewinnrückgänge hinnehmen müssen.

"Chemicals-Sparte" sorgt für Wachstum

Besonders deutlich wurde die bereits angesprochene positive Margenentwicklung in der BASF-Sparte „Chemicals“. Allein in der Sparte „Chemicals“ konnte der bereinigte Betriebsgewinn um 18 Prozent auf nun 1,13 Milliarden Euro gesteigert werden. Dies wurde insbesondere durch Preissteigerungen und ein weiter anziehendes Absatzwachstum ermöglicht. Zumindest leichten Rückenwind erhielten die Ludwigshafener aus dem Öl- und Gasgeschäft. Auch hier sorgten zuletzt wieder steigende Preise für eine Belebung des Wachstums. Eher schleppend läuft es hingegen in den Spezialchemie-Sparten „Performance Products“ (z.B. Vitamine, Lebensmittelzusatzstoffe sowie Inhaltsstoffe für Pharmazeutika und Kosmetik) und „Functional Materials & Solutions“ (z. B. Katalysatoren, Bauchemikalien und Fahrzeuglacke). Aufgrund gestiegener Rohstoffpreise hatten alle mit teilweise deutlichen Ergebnisrückgängen zu kämpfen. Das Problem: Das Segment dieser sogenannten „höherwertigen Chemieprodukte“ repräsentieren knapp zwei Drittel des gesamten BASF-Geschäfts.

Ausblick bestätigt

Bei BASF gibt man sich mit dem Start in das laufende Geschäftsjahr durchaus zufrieden, wenngleich man bei BASF – fast schon traditionell – eher tief stapelt. Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender von BASF: „Das erste Quartal 2018 verlief erfreulich, wir sind gut in das Jahr gestartet“. Durchaus erfreut zeigt sich zuletzt auch wieder die Aktionäre, weshalb die BASF-Aktie auf Sicht der vergangenen vier Woche etwas mehr als fünf Prozent zulegen konnte. Ein Grund könnte die leicht höhere Dividende sein. So will der Vorstand und Aufsichtsrat auf der heutigen Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 3,10 Euro pro Anteilsschein vorschlagen. Das wären immerhin 10 Cent mehr als im Vorjahr. Die heutige Hauptversammlung wird jedoch gleichzeitig der letzte Auftritt von Dr. Kurt Bock als Vorstandsvorsitzender von BASF sein. Künftig wird Dr. Martin Brudermüller das Ruder beim Chemiekonzern übernehmen. Brudermüller ist bereits seit 2006 Mitglied des Vorstandes und seit 2011 stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie seit 2015 Chief Technology Officer.
Verfasst am 04.05.2018 um 09:45 Uhr
Veröffentlicht am 04.05.2018 um 09:54 Uhr
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