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Aktie unter Druck · 08.05.2018 09:46 Uhr

Teuro macht Deutscher Post zu schaffen

Pakteabholstation der Deutschen Post DHL
Quelle: defotoberg/Shutterstock
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Sinkende Umsätze und weniger Gewinn – die Zahlen der Deutschen Post sorgen für Enttäuschung am Markt. Zwar läuft das Express-Geschäft weiterhin gut, der Höhenflug des Euros allerdings bremst den DAX-Konzern aus.

-Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
 
Zum Jahresauftakt gingen die Umsätze bei der Deutschen Post auf 14,7 Milliarden Euro zurück (Vorjahr 14,9 Milliarden Euro). Belastet wurde das Geschäft von negativen Währungseffekten und vom Verkauf der britischen Tochter Williams Lea Tag. Die Erlöse wurden aufgrund der Euro-Stärke allein um über 270 Millionen Euro gedrückt. Auf organischer Basis - das heißt um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigt - steigerte die Deutsche Post DHL Group den Konzernumsatz deutlich um 6,4 Prozent.
Das operative Ergebnis (Ebit) stieg hingegen um 2,3 Prozent auf 905 Millionen Euro, wie die Post am Dienstag mitteilte. Das lag allerdings deutlich unter den Erwartungen der Analysten mit rund 965 Millionen Euro.
Unter dem Strich blieben 600 Millionen hängen, ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Hier machten sich allerdings auch die Umstellung auf den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 negativ bemerkbar.
CEO Frank Appel hingegen zeigte sich zufrieden und sprach von einen insgesamt guten Jahresauftakt, wenngleich er darauf hinwies, dass für den Rest des Jahres noch viel Arbeit vor der Post liegt.

E-Commerce Boom hält an

Das Wachstum des Paket-Geschäfts in Deutschland und darüber hinaus sei ungebrochen, kommentierte Finanzchefin Melanie Kreis. Es sei kein Umsatz-Thema, das die Post in der Sparte habe, es sei ein Kosten-Thema. Die Post werde dies intensiv angehen
Trotz des schleppenden Jahresstarts blieb der Konzern aber bei seinem Ziel für das Gesamtjahr. Der operative Gewinn (Ebit) soll 2018 weiterhin auf 4,15 Milliarden Euro zulegen. 2020 soll er dann bei mehr als fünf Milliarden Euro liegen.

Anleger reagieren enttäuscht - Aktie unter Druck

Anleger zeigen sich in Anbetracht der Zahlenvorlage enttäuscht. Liegen die veröffentlichten Zahlen doch allesamt unter den Erwartungen der Analysten. Nachdem die Aktie vorbörslich bereits rund ein Prozent verloren hatte, geht es im börslichen Handel deutlich gen Süden. Mit einem Minus von über fünf Prozent führt sie die Verliererliste im DAX an.