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starker ifo Index befeuert Dax · 25.02.2018 12:00 Uhr

DAX im Plus - Anleger schütteln Trump Enttäuschung ab

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Der Dax erholt sich wieder von seinen Vortagsverlusten. Er reduziert damit sein bisheriges Wochenminus von 1,70 Prozent etwas, bleibt aber auf Kurs für die erste Verlustwoche seit März. Ein starker ifo Index überrascht Experten und Anleger

NEWS AUS DEM HANDEL 3:24min, 25. Mai 2018, 08:26 Uhr
Die Themen bleiben derweil dieselben: Geopolitik und Handelskonflikte. Der von US-Präsident abgesagte Nordkorea-Gipfel und seine Prüfung von Einfuhrzöllen für Automobile hatten die Märkte schon am Vortag belastet. Außerdem wird gespannt nach Italien geblickt, wo die designierte neue Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischer Lega im Blick der Anleger bleibt.
Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Mai überraschend nicht weiter eingetrübt. Das Geschäftsklima lag wie im Vormonat bei 102,2 Punkten, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Außerdem revidierte das Institut den Indexwert für April leicht nach oben, von 102,1 auf 102,2 Punkte. "Der Abwärtstrend beim Ifo-Geschäftsklima ist gestoppt", kommentierte Institutsleiter Clemens Fuest das Ergebnis der Umfrage unter etwa 9000 Unternehmen.
Die Aktie der Deutschen Bank wird heute ex Dividende gehandelt, der Abschlag beträgt 11 Cent. Am Donnerstag hatte sie knapp fünf Prozent verloren und war den 10 Euro recht nahe gekommen.

Anleger reagieren gelassen auf Gipfel Absage

Die jüngsten Querschüsse von US-Präsident Donald Trump haben die Wall Street am Donnerstag nicht nachhaltig belastet. Der Dow Jones Industrial konnte seine frühen Verluste von mehr als 1 Prozent im Handelsverlauf sichtbar eindämmen und stand zum Börsenschluss nur noch 0,30 Prozent im Minus bei 24 811,76 Punkten.
 
Die Indizes in Asien haben anfängliche Verluste wieder wettgemacht. Zunächst ging es bergab an den Märkten, nachdem US-Präsident Donald Trump das Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Staatschef abgesagt hatte. Als die Regierung in Pjöngjang erkennen ließ, dass sie an einer Einigung interessiert ist, gingen die Börsen auf Erholungskurs. In Japan ist der Leitindex Nikkei 225 leicht im Plus, der chinesische CSI 300 ebenso. Hongkongs Hang Seng ist leicht im Minus.

Ölpreise weiter unter Druck

Der Ölpreis gibt weiter nach, wenn auch nur leicht.
Die Rohöl Lagerbestände der USA waren unerwartet deutlich gestiegen, daher waren die Preise für WTI und Brent unter Druck geraten. Zudem hat Russland angekündigt, auf dem Opec-Treffen im Juni über eine Lockerung der Förderbeschränkungen reden zu wollen.

BMW und VW bleiben Spitze

Gestern noch durchgeschüttelt, kommen gute Nachrichten von den Autobauern. BMW und Volkswagen haben im weltweiten Vergleich ihre Spitzenplätze verteidigt. Bei Absatz und Umsatz schnitt im ersten Quartal kein Autobauer besser ab als VW. BMW bleibt der profitabelster Konzern. Das haben die Experten von Ernst & Young herausgefunden

Datenschutzverordnung ab heute gültig

Aufregung, Nervosität, Ungewissheit - die neuen EU-Datenschutzregeln haben viele Reaktionen hervorgerufen. Nach zweijähriger Übergangszeit gilt die Datenschutz-Grundverordnung vom heutigen Freitag an in allen 28 EU-Staaten.
Dabei ist es doch ganz einfach: Datenschutz ist in der EU ein Grundrecht. "Jede Person hat das Recht auf Schutz der sie betreffenden personenbezogenen Daten", heißt es in der EU-Grundrechtecharta aus dem Jahr 2000. Die entsprechenden Regeln waren allerdings von 1995 - und ziemlich überholt. Jetzt wurde alles auf den neuesten Stand gebracht. Im Kern heißt das: es darf nur gespeichert werden, was absolut norwendig ist, alles andere wird gelöscht, und Verbraucher haben en Recht zu erfahren, welche Daten gespeichert sind und wohin sie weitergegeben werden.
Wie wichtig das ist, zeigt das jüngste Beispiel von Facebook und dem Datenskandal bei Cambridge Analytics.
Und das wichtigste: wer sich nicht dran hält, kann jetzt bestraft werden.